Sixpack

Zum Ausklang der wunderbaren Sommerferien, von denen ich einen Teil in einem kurzen Urlaub mit meiner süßen Anna verbracht hatte, diese Geschichte kennt ihr ja nun bereits, gaben wir Conny auch einer Freundin von mir, die Anfang September im weit entfernten Berlin eine Ausbildung zur Krankenpflegerin anfangen wollte, eine Abschiedsfete geben. Gesagt getan und da, man für eine Party natürlich auch noch andere Gäste benötigt, luden wir neben Conny selbstverständlich noch andere Gäste ein. Wie z.B. die Zwillingsschwestern Tessa und Vanessa oder auch Patty, die Beachvolleyballspielerin um die Liste zu komplettieren, waren also insgesamt zu sechst.< Da meine Eltern in der Oper waren, und ich nicht damit rechnete, dass Sie vor Mitternacht wieder zurück sind, begannen wir den Abend in dem wir Oceans Eleven bei uns im Wohnzimmer auf DVD ansahen. dazu „quetschten“ Anna, die Zwillinge und ich uns nebeneinander auf den Dreisitzer. Die anderen beiden verteilten sich auf die Sessel. Während der Film lief, überlegten wir uns gemeinsam, wie wir den weiteren Abend gestalten könnten. Die richtige Idee für den weiteren Verlauf des Abends war dann auch schnell gefunden. Wir entschlossen uns, eine Partie Wahrheit oder Risiko zu spielen. Da die ganze Sache zu Connys Ehren stattfand, überließen wir ihr den ersten Anlauf. Als erstes „Opfer“ suchte sie sich Anna aus. Die entschied sich für Wahrheit, und Conny fragte sie „Hast du schon mal bei einer Arbeit abgeschrieben ?“ Anna gestand dann auch artig. Das war ihr aber, wie man deutlich merkte zu langweilig. Also nahm sie sich die Sportskanone Patty zur Brust. Selbstsicher wie sie immer war entschied sie sich ohne mit der Wimper zu zucken für Risiko. Also gab ihr Anna 3 Eier aus dem Kühlschrank, und befahl ihr, damit 3 Minuten zu jonglieren. Nach 2 Minuten fiel das erste Ei zu Boden. Gleich darauf die beiden anderen. Während ich und Anna gerade dabei waren, den Gott sei Dank gefliesten Küchenboden zu reinigen, bemerkten wir das Auto meiner Eltern in der Auffahrt. Wir schickten also die anderen vier hoch in mein Zimmer, da kam auch schon meine Mama in die Küche. Als sie den Schlamassel sah, guckte sie mich böse an, und fragte mit ihrem militärartigen Befehlston „Was bitte soll das denn werden ?“ Annas Antwort war kurz und treffend „Rührei !“ Nach dem wir ohne weiteren großen Wortwechsel den Schlamassel beseitigt hatten, gingen wir den anderen hinterher. Immer in der Hoffnung, dass Mama nichts bemerkt, denn offiziell war nur Anna bei mir zu Besuch.

 

Nun saßen wir also zu sechst in meinem Zimmer, und meine Mama hatte keine Ahnung, von dieser Vollversammlung. Wir setzten also die Partie fort, mit der Auflage, keine Risikoaufgaben mehr zu nehmen, bei denen übermäßig Lärm entsteht. Irgendwann war ich dann auch mal an der Reihe. Und nahm mir Tessa vor. Eigentlich wollte ich dass sie Wahrheit sagt, um endlich zu erfahren, ob die beiden sich vielleicht schon gegenseitig beim entdecken ihrer Sexualität geholfen haben. Aber leider machte sie mir einen Strich durch die Rechnung. Mit breitem Grinsen sah sie mich an und sagte kess „Risiko !“. Da fiel mir ein, dass sie ja die geile schwarze glänzende kurze Satinturnhose, die ich schon so lange mal anprobieren wollte, an hatte. Also forderte ich von ihr „wir tauschen die Hosen“ Tessa sah mich erst etwas enttäuscht an. Ich guckte Vanessa an, und meinte zu ihr „man könnte ja meinen, dass deine Schwester nichts darunter trägt“ daraufhin guckte Tessa sehr ertappt, was mich noch gleich viel geiler machte. Irgendwann gab Tessa nach, und wir zogen die Hosen aus. Ich zog also meine Jeans, unter der ich einen einfach geschnittenen weißen Slip trug aus, und gab sie Tessa. Dann sah ich genüsslich zu, wie sie ihre schwarzen Satinshorts langsam über ihre hüften schob, und zu Boden gleiten ließ. Auf ihre Bitte hin gab ich Tessa dann aus meinem Kleiderschrank einen schwarzen String, der ihr offenbar gut gefiel. Danach zog ich mir die geile Hose von Tessa an. Das Gefühl machte mich derart wahnsinnig, dass ich mich erst mal dringend „entspannen“ musste. Also trat ich die flucht aufs stille Örtchen an. Dort zog ich mir die Hose wieder aus, um erst einmal daran zu riechen. Danach zog ich mir dann auch meinen Slip aus, und streichelte mich erst mal ein wenig. nach dem ich fertig war, zog ich mir Dreisterweise die nur Tessas Hose wieder an, den Slip ließ ich im Bad liegen. Als ich dann von der Toilette wieder kam, hatte Tessa meine Jeans schon längst an. Und die Hose, die bei mir schon recht knapp bemessen war, war bei ihr um so praller gefüllt, da sie etwas breitere Hüften hat wie ich. – wenn Tessa wüsste, dachte ich vor mich hin, und wurde dabei wieder ein wenig scharf. Ich merkte also, dass ich schon wieder ein wenig feucht wurde. Wir setzten also unsere Partie fort, und Tessa griff sich Anna. Sie entschied sich für Wahrheit, und so fragte Tessa sie, ob sie schon mal ohne Unterwäsche unterm Rock draußen war. Ich grinste bis über beide Ohren, da ich die antwort natürlich kannte. Nun war Anna an der Reihe, und ich sah ihr an, dass sie ein wenig eifersüchtig auf mich war, wegen Tessas Hose. Ihre Wahl viel auf Tessas schwerster Vanessa. Diese entscheidet sich für Risiko. Anna sah sich im Zimmer um, und bemerkte meinen transparenten leicht glänzenden PVC-Regenmantel. Anna nahm das Teil in die Hand und befahl Vanessa „zieh dir den über der Unterwäsche an, und damit gehst du uns was zu trinken holen ! “Vanessa stellte sich mitten in mein Zimmer, und fing an sich zu enthüllen. Zuerst schob sie die Träger ihrer Latzjeanshose über die Schultern. Worauf die Hose zu Boden glitt. Zum Vorschein kam ein sehr dünner roter String, der so schmal geschnitten war, dass man direkt sehen konnte, dass Vanessa, genau wie ihre Schwerster eine komplett enthaarte Bikinizone hatte. Anna und ich schauten gebannt hin, wie sie darauf hin ihr T-Shirt über den kopf zog. Auch Patty, und Conny sahen gebannt zu, wie sich Vanessa genüsslich den Mantel überstreifte, und danach die Knopfleiste langsam schloss. Allein diese Prozedur wie Vanessa langsam und wahnsinnig erotisch (ohne das sie wusste was sie tat) machte mich  so was von rattenscharf, dass ich ganz ohne mich selbst zu berühren oder zu streicheln langsam auszulaufen begann. Mensch war das ein Anblick, Vanessa in meinem transparenten PVC-Mantel! Danach zog sie sich noch mit geübtem Griff die Haare unter dem Regenmantel hervor und legte diese über die nach hinten runterhängende festen Kapuze, ging dann stracks auf die Zimmertüre zu und verließ den Raum.Kaum war sie weg, dachte ich mir noch irgendwie, dass es keine so gute Idee von Vanessa ist wenn sie so bekleidet das Zimmer verlässt. Aber als ich ihr gerade hinterher rennen wollte , da kam sie mir im Treppenhaus bereits wieder entgegen und stammelte „deine Mu Mu Mu...“ und hörte auch just im selben Moment schon die Stimme meiner Mutter, wie sie in ihrem Militärbefehlston lauthals rief „Laura Nicole !!! komm sofort her !!!“was das zu bedeuten hatte war mit in diesem Moment schlagartig klar, denn so nennt mich meine Mutter wirklich nur, wenn es mächtig Ärger gibt Nu ja was soll ich noch sagen, die Party oder was es vielleicht hätte einmal werden sollen war damit natürlich sofort beendet, ich durfte meinen kompletten Freundeskreis inklusive meiner geliebten Freundin Anna nach Hause schicken und sollte anschließend sofort wieder zu ihr in die Küche kommen, mir meine Predigt und natürlich wie immer auch meine Strafe für mein Vergehen abholen. Und so kam es dann auch, ich erhielt wiedereinmal meine ganze persönliche Ansprache von meiner Mutter und das so etwas von lautstark, dass mir noch Stunden danach die Ohren dröhnten. Nicht das meine Mutter ein Partymuffel ist oder irgendetwas gegen Partys hätte. Nein auch nicht das ich mir Freunde einlade, nur mag es meine Mutter einfach nicht wenn sie vorher vor belogen wird was die Anzahl der Besucher anbetrifft und es auch nicht besonders toll findet wenn an einem normalen Werktag in ihrem Haus eine wie sie sagte: „transparente Sexshow“ abläuft. So nannte sie jedenfalls unsere kleine Party zu sechst. face="Times New Roman">Sie werde nun sagte sie künftig wieder andere Seiten bei mir aufziehen und sich ab sofort wieder mehr um meine ihr doch scheinbar gründlich misslungene Erziehung kümmern, auch führte sie weiter an würde mein nahezu selbstverständliches `Kommen` und ´Gehen` künftig wieder stark eingeschränkt werden. Oh, was das zu bedeuten hatte war mir vollkommen klar: `HAUSARREST` und gerade als ich mir der Bedeutung dieses Satzes bewusst wurde hatte ich auch schon das Urteil: „die nächsten 14-tage bleiben Madame Laura-Nicole zuhause“  Mist verdammter dachte ich insgeheim, hatten wir doch noch Ferien und obendrein noch herrliches Badewetter, aber das war ja nun sozusagen alles Pustekuchen und passe´

 

 

Dann wollte Mutter noch wissen was das den hätte werden sollen eine nackte Vanessa in ihrem Haus, mit nichts bekleidet außer meinem PVC-Regenmantel (nah das hatte sie ja wenigstens noch registriert). Ich beichtete  ihr natürlich dann sofort die ganze Geschichte, natürlich auch in der Hoffnung, meine Strafe damit eventuell etwas zu verringern, was bei meiner Mutter natürlich einer vergebenen Liebesmüh gleichkam, im Gegenteil, als sie die ganze Geschichte kannte, drehte sie erst recht noch einmal auf.

Sie sagte, das sie das die Höhe fände von mir aus ihrem Haus ein `Puff` oder Sexlokal machen zu wollen, fragte noch was ich wohl gedacht hatte was die Nachbarn sagen oder die Eltern meiner Gäste von unserer Familie denken sollten und befahl mir in mein Zimmer zu gehen mich auszuziehen und auf weitere Instruktionen von Ihr zu warten.

In solchen Momenten empfiehlt es sich dann und ich weiß wovon ich rede, wenn man den Anweisungen meiner Mutter ganz einfach und ganz schnell folge leistet, denn alles weitere hat erstens keinen Sinn bei ihr in solchen Situationen und zweitens ist es allein schon deshalb besser damit sie sich irgendwann mal wieder beruhigt.

Ich ging also auf mein Zimmer zog mich aus und setzte mich auf den Stuhl neben meinem Bett und warte so auf das eintreffen meiner geliebten, aber doch noch immer sehr ungehaltenen Mutter. Sie kam dann auch nach einiger Zeit des Wartens hoch in mein `Separee` wie sie es nannte,

 

 

Bewaffnet war Mutter mit dem PVC-Regenmantel und meinem roten Kway - Schlupfponcho und eröffnete das Gespräch mit den Worten:   `das sie nun ein für allemal genug hätte von meinen splinnigen Auftritten und sie diese Fetischka..e diesmal an der Wurzel packen würde`

So befahl sie mir nicht nur für die nächsten 14-Tage also genau  die Zeit meines Hausarrestes Nachts zum schlafen entweder meinen PVC-Regenmantel oder meinen Schlupfponcho anzuziehen, so quasi als Nachthemdersatz, tagsüber dürfte ich mich zwar ganz normal kleiden allerdings hätte ich auch hier ständig in Regenmantel oder Poncho gehüllt zu sein.

Puh, dachte ich mir ganze 14-tage in PVC oder Nylon, bei diesen warmen Sommernächten und diesen heißen Sonnentagen. Aber irgendwie machte mich dieser Gedanke auch wiedereinmal rattenscharf und so akzeptierte ich meine Strafe ohne großes Lamento, zog meinen Schlupfponcho an und ging so meine erste Nacht zu Bett.

 

 

 

2. Die Strafe


Oh, Gott was habe ich geschwitzt, ich glaub ich bin zwanzigmal nur in dieser einen Nacht aufgestanden und habe versucht etwas Luft unter meinen Regenponcho zu bringen. An Schlafen war nicht zu denken.  Ich weiß nicht wie oft ich aufgestanden bin und mich abgetrocknet habe, kurzum es war ein Graus, wahrscheinlich hab ich in dieser Nacht allein durch diese Schwitzkur 3kg an Gewicht verloren und das wo ich doch eh nur Haut und Knochen bin.

Aber irgendwann vermutlich so gegen fünf Uhr früh bin ich dann doch eingeschlafen, jedenfalls schreckte ich hoch als der Wecker um 9.30h rasselte. Zuerst dachte ich noch hast du alles nur geträumt, die Sache mit der Fete, mit dem Faux pax von Vanessa mit dem Ausrasten von meiner Mutter, dem Hausarrest und der Regenmantelstrafe, aber das dem nicht so war wurde mir ganz schnell klar, just in dem Moment als ich an mir hinunterlangte, den Regenponcho bemerkte und natürlich wieder total verschwitzt war.

Ich stand auf also doch schon etwas angewidert auf, versuchte mich zu sortieren, meinen Körper genauso wie meine Gedanken und noch einmal alles ganz langsam und zum mitschreiben (nur für mich) zu realisieren.

Nein dachte ich, immer noch nur mit meinem künftigen neuen Schlafanzug (Regenponcho) bekleidet das hältst du nicht ganz 14-Tage aus, dass kann sie nicht von dir verlangen, dass bringst du nicht. Ich musste das Gespräch mit meiner Mutter suchen, sie musste die Strafe reduzieren, abwandeln, ändern, irgendetwas musste passieren.

Doch das einzigste was zunächst passierte war, dass meine Mutter ins Zimmer stürmte, ohne vorher anzuklopfen, mir erneut eine Predigt hielt die sich gewaschen hatte, anschließend mich zum waschen schickte und mir Befahl für den heutigen Tag, meine braune Cordhose, ein langärmeliges weißes T-Shirt und gab mir sogleich meinen transparenten PVC-Regenmantel mit an die Hand und sagte noch: "Du weißt ja sicher noch was  dein Hauptkleidungsstück ist die nächsten 14-Tage aussieht"

In solchen Momenten brauch ich dann bei meiner Mutter erst mal gar nichts sagen, da hat großes Reden oder Lamentieren gar keinen Sinn, da hört sie mir nicht zu. Ich zuckte allerdings etwas und anscheinend war auch das schon zuviel von mir. Sie verschwand jedenfalls kurz aus meinem Zimmer, kam aber sofort zurück mit meinen gelben Romika PVC-Gummistiefeln und sagte:" scheinbar hast du noch immer nicht kapiert, dass nun neue Zeiten angebrochen sind für dich, zieh bitte noch die Stiefel an".

Jetzt brach es allerdings aus mir heraus, ich war fassungslos und heulte Rotz und Wasser, aber auch Krokodilsgroße Tränen halfen mir nicht, sie sagte nur: " Gut, dass du den Regenponcho noch anhast, so machst du mit deinem Geheule wenigstens nichts nass. Es nützte mir also alles nichts, meine Mutter verließ das Zimmer und ich ging immer noch bekleidet mit Regenponcho ins Bad, in die Dusche. Dort allerdings zog ich meinen Schlafanzug dann aus, hängte in am Haken auf und duschte mich.

War das eine Wohltat, endlich wenn auch nur kurz von diesem Regenponcho befreit, endlich meinen verschwitzten Körper duschen und wieder Mensch werden. Ich wollte gar nicht mehr so recht raus aus der Dusche, aus dem Bad, denn erstens war es ja wie gesagt herrlich das lauwarme Wasser auf meiner Haut zu spüren und zweitens wusste ich ja ansatzweise schon was mir drohte.

Aber es half ja alles nichts und wie gesagt in diesem doch sehr erregtem Zustand in dem sich meine Mutter immer noch befand ist es ganz sicher besser, wenn man ruhig ist und ihre Befehle befolgt und sie nicht noch mehr reizt. Meine Quittung für das kurze Aufzucken hatte ich ja schon bekommen, ich durfte den ganzen lieben langen Tag, meine doch recht neuen d.h. nicht neu, wie neu denn ich zieh die Dinger nur ganz selten an, eigentlich nur wenn ich absolut keine Ausrede finde, wie  z.B. bei Dauerregen, Gartenarbeiten oder beim Segelsport. Also zog ich mich nach meiner Morgenwäsche an, Cordhose, T-Shirt, PVC-Regenmantel und natürlich auch noch die gelben Gummistiefel.

Ein seltsames Gefühl und ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich so oder so ähnlich gekleidet, den lieben langen Tag, ja gar die nächsten 14-Tage so verbringen sollte. Ich zog allerdings die Kapuze meines Mantels nicht auf, ließ ganz einfach nach hinten runterhängen und knöpfte diesen auch nicht zu, was sich dann als mich meine Mutter in Augenschein nahm als grober Verstoß gegen ihre Auflagen erweisen sollte. Dies brachte  dann auch sogleich lautstark  zum Ausdruck, dass man hätte wirklich meinen können, die Wände wackeln, so schrie sie mit mir.

Ich zog den Mantel  dann sofort richtig und ordentlich, wie gewünscht an, knöpfte in zu und setzte auch meine Kapuze auf, zog die Kordeln straff und machte wie von ihr verlangt zuerst keine Schleife, erst einen Doppelknoten und dann die Schleife. Damit wie sie sagte ich die Kapuze und auch den Regenmantel nicht an und ausziehen konnte wie ich wollte. Ich muss allerdings sagen, im Moment hatte ich eher das verlangen in nur auszuziehen.

Ich hatte den Mantel noch nicht richtig zu, die Kapuze noch nicht richtig auf, da fing ich auch schon wieder an zu schwitzen. Mensch war das schon wieder warm und ich dachte noch immer bei mir das kann nicht sein, dass kann sie nicht machen! Aber Pustekuchen sie konnte!

Schickte mich bekleidet wie ich war in mein Zimmer, dass ich fortan nur noch bei den Mahlzeiten, dem Toilettengang (sollte künftig um Erlaubnis bitten) und wenn sie mir rief verlassen durfte. Allerdings bekam ich noch zusätzlich den Auftrag von ihr mich über meine doch recht mangelhafte Rechtschreibung zu setzten, sie wollte später sogar mit mir üben, mich testen ob ich was gelernt hätte. Sie fungierte nunmehr nicht nur als meine Mutter, nein sie wollte auch noch meine Lehrerin sein.

So saß ich nun in meinem Zimmer und büffelte und schwitze, wobei ich schon nach kurzer Zeit des Lernens nicht mehr wusste wo ich stärker schwitzte unter meinem Regenmantel, oben am Kopf oder in meinem gelben Romika - Gummistiefeln, "So ein Mist, schimpfte ich leise vor mich hin und begann schon irgendwie sauer auf den Zwilling Vanessa zu werden und ihren blöden Lapsus mit dem Regenmantel und dem Zimmer verlassen. Und überhaupt schwor ich mir a) nie wieder in meinem restlichen Leben, sollte ich es den Überleben (so sicher war ich mir nun nicht mehr)  eine Party zu schmeißen oder jemals wieder einen solchen Fetisch-Unfug zu machen ohne vorher gewiss zu sein, dass Mutter mindestens so weit weg war wie der Mond entfernt ist. Ja am besten sich auf selbigem befand!

Ich schwitzte und büffelte also so vor mich hin und heulte natürlich auch immer wieder, allerdings konnte man schon bald keinen Unterschied mehr erkennen, ob es nun Tränen oder Schweiß war, es liefen regelrechte Sturzbäche über mein Gesicht, ja eigentlich über meinen ganzen Körper. Außerdem stand ich ja obendrein noch im wahrsten Sinne des Wortes im eigenen Saft, in meinen Gummistiefeln mehrte sich ebenfalls das Schwitzwasser.

Es war ein Graus, wie sollte ich das ertragen ganze 14-tage lang? Nein, es musste eine andere, für mich verträglichere Lösung geben.

 

3.       Pisa   

 

Gegen Mittag kam dann, nahm ich mittels unseres Haustelefons Kontakt zu meiner Mutter auf und teilte ihr mit, dass ich dringend zur Toilette müsste. Natürlich versuchte ich bei dieser Kontaktaufnahme ihr obendrein noch klarzumachen, dass ich total verschwitzt sei, in meinem eigenen Saft stünde. Zur Unterstützung meines Anliegens heulte ich natürlich wieder und bereute alles, ja bettelte förmlich um Gnade.

 

Aber es half alles nichts, meine unbarmherzige Mutter teilte mir lediglich mit, dass ich dies ja genau der Sinn der Sache sei, nämlich mich schwitzen zu lassen und ich noch mindestens bis heute nachmittag 16.00h so zu verweilen hätte. Anscheinend sollte ich den Mist den Vanessa gebaut hatte ausschwitzen.

 

Meine Situation wurde von Minute zu Minute unerträglicher, mein Haar das sich ja unter der fest zugeknoteten Plastikkapuze befand wurde immer feuchter und verursachte einen Juckreiz auf meiner Haut, dass mich neben meiner Lernerei beinahe in den Wahnsinn trieb.

 

Ich konnte mich kaum noch konzentrieren, dass so war mir allerdings klar, wollte ich nicht weiter Strafen oder vermutlich Kleidungsstücke erhalten, musste ich schaffen. Denn so lies meine Mutter während unseres kleinen Telefonates durchblicken, wollte sie mich am späten Nachmittag noch testen und zwar mittels eines Diktates.

 

Gerade Diktate machten mir doch immer die größten Sorgen, war ich doch eine echte Niete was meine Rechtschreibung anbetraf, waren doch immer schon 3. Fall und 4. Fall für mich spanische Dörfer.

 

Punkt zwölf Uhr mittags kam dann meine Mutter ins Zimmer und eröffnete mir dass ich nun kurz zur Toilette gehen darf, dies wurde auch höchste Zeit den seit unserem Telefonat und ihrem tatsächlichen Eintreffen in meinem Zimmer waren nun auch schon wieder mindestens 30 Minuten vergangen, noch fünf Minuten länger und ich hätte für nichts mehr garantiert.

 

Natürlich erledigte ich auf der Toilette nicht nur mein Geschäft, sondern versuchte obendrein mich etwas zu waschen, abzutrocknen und auch ein wenig Luft unter meinen Regenmantel zu bringen. Auch gelang es mir kurzfristig meine Gummistiefel auszuziehen und mit etwas Papier wenigstens ein wenig zu trocknen.

 

Schlimm war dann allerdings, dass ich natürlich wieder raus musste aus der Toilette, vielleicht sollte ich noch sagen das unsere Gästetoilette im oberen Stockwerk in der ich mich befand, relativ kühl ist. Auf jedenfalls um einiges kühler als mein Zimmer. Ganz arg schlimm war dann natürlich auch noch das ich diese blöden Gummistiefel wieder anziehen musste (Mensch was ich die Dinger gehasst habe), Mutter sollte ja nichts merken.

 

Sie merkte auch nichts, zumindest lies sie sich nichts anmerken. Ich glaube auch das sie vielleicht schon ein bisschen Mitleid mit meiner Situation hatte und ihr schon klar wahr, dass ich mich auf der Toilette frischgemacht habe.

 

So stapfte und raschelte ich mich dann also wieder in mein Zimmer zurück und machte ich wieder über meine Substantive, Verben und Vergangenheitsformen her. Was mich dann allerdings schon  einigermaßen überraschte war der Umstand, das ich mich oder auch mein Körper so langsam an mein Outfit gewöhnte, ich schwitzte zumindest was meinen Regenmantel und die Kapuze anbetraf wesentlich weniger. Ich gewöhnte mich langsam daran. Von den PVC-Stiefeln möchte ich allerdings nicht sprechen, ich versuchte auch hier ein bisschen Frischluft über das öffnen der Stulpe zu bringen, musste aber sehr behutsam und vorsichtig vorgehen, damit Muttern nichts bemerkte, hatte sie mir das öffnen egal welcher Kordeln auch immer doch strengstens verboten!

 

Dies sollte man allerdings nicht falsch verstehen, nicht das jetzt gedacht wird das mir meine Situation besonders gefallen hätte. Nein, dass ganz sicher nicht, aber ich konnte es mit der Zeit etwas besser ertragen. Was sich so langsam aber immer mehr verstärkte war mein Ärger auf Zwilling Vanessa. Am liebsten hätte ich sie auch in Regenmantel und Gummistiefel gesteckt, damit sie mal weiß wie sich das anfühlt den lieben langen Tag.

 

Aber an eine Kontaktaufnahme zu meinen Freundinnen war im Moment ja überhaupt nicht zu denken, diese Freiheit wurde mir vollkommen verwehrt. Das Festnetztelefon hatte sie mittels einer speziellen Programmierung gesperrt und mein Handy hatte sie konfisziert. Mein Kontakt zur Außenwelt war von ihr komplett gekappt worden, so konnte ich meine Freundin nicht mal ansatzweise über meine Situation informieren. Ob sie sich wohl Sorgen machten?

 

Das war mir aber im Moment auch wirklich nicht wichtig, ob sie sich Sorgen um mich machten, so hatte ich doch wirklich andere Sorgen und gesehen werden wollte ich in meinem Aufzug auch nicht unbedingt. Wahrscheinlich hätten sie mich allesamt (diese Saubande)  erst einmal kräftig ausgelacht, sich köstlich darüber amüsiert.

 

Am meisten kämpfte ich gegen die Uhr, erst wollte die Zeit überhaupt nicht vergehen und dann verging sie zu schnell, als ich nämlich gegen 15.00 Uhr feststellen oder zugeben musste das sich meine Rechtschreibung und meine Grammatik noch immer nicht wesentlich gebessert hatten.

 

Aber die Zeit lief ab und pünktlich wie die Maurer stand Muttern im Zimmer und fing an mir zu diktieren und mit anhängenden Aufgaben also eine richtige Ex, wie in der Schule und das obwohl ich Ferien hatte:

 

 

 

Noahs Arche strandete am Isterberg

 Die Bibel erzählt, dass Gott einst eine große Flut schickte, um die bösen Menschen zu vernichten, die auf der Erde lebten. Nur Noah wurde erlaubt, eine Arche zu bauen, und in dieser Arche außer seiner Familie von jeder Tierart ein Paar mitzunehmen. So sollte der Fortbestand der Menschen und der Tiere gesichert werden.

 Noah trieb mit seiner Arche schon viele Wochen auf dem Wasser. Dann ließ er zwei Tauben fliegen. Nach einigen Stunden kehrten sie mit Zweigen im Schnabel zurück. Nun wusste Noah, dass das Wasser inzwischen gefallen war, und dass an einigen Stellen das Land schon wieder aus dem Wasser heraus lugte.

 Einige Zeit später blieb die Arche an einem Felsen hängen, der aus dem Wasser ragte. Noah wartete noch einige Tage. Dann öffnete er die Arche und ließ die Tiere wieder ins Freie. Dies soll am Isterberg in der Grafschaft Bentheim geschehen sein.

 Der große Felsen, an dem die Arche strandete, bildet die höchste Erhebung des Isterberges. Die Fußspuren einiger Tiere und von Menschen sind noch heute im felsigen Untergrund zu sehen. Der Boden war durch den monatelangen Wasserstand so aufgeweicht, dass sich die Spuren sogar in das Gestein eindrückten. Und wer es nicht glaubt, kann ja selber nachsehen.

Unterstreiche oder markiere alle Wörter oder Stellen, die dir wichtig erscheinen.

1. In welchem Buch wird die Geschichte von Noah erzählt?

in einem 

Rechtschreiblexikon

in der Bibel

 

in einem 

Harry Potter - Band

in einem 

Schullesebuch

2. Wo soll Noahs Arche gestrandet sein?

an der Itterquelle

in Itterbeck

am Isterberg

in Italien

3. Noah erfuhr vom Sinken des Wassers, weil.......

4. Ich glaube....

 

 

Als sie mir die Aufgabe vorlegte, schwitzte ich das erstemal an diesem Tage nicht wegen meiner speziellen Kleidung, nein diesmal war der Grund ein anderer. Denn so eröffnete sie mir obendrein, dass mehr als drei Schreibfehler beim Text und mehr als ein Fehler bei den Fragen, weiter Strafen für mich zur Folge haben würden.

 

Drei Fehler dachte ich vor mich hin, dreizehn wenn sie gesagt hätte, hätte ich schon kämpfen müssen, aber sie war gnadenlos und um es ein bisschen abzukürzen, ich kämpfte wirklich volle Pulle, war konzentriert wie selten in meinem Leben aber am Ende waren es dann doch 8 falsche Fehler und bei den Aufgaben kamen noch mal zwei Fehler hinzu. Wie sollte ich auch wissen das Noah nicht bei Harry Potter die Hauptrolle mimte und was weiß denn ich wo dem sein blödes Schiff strandete und weil ich Italien eben auch ganz gut Leiden kann, entschied ich mich nach langem Rätseln eben für Antwort vier. So entschied ich mich dann auch noch in Frage drei dafür, dass Noah überhaupt nicht von dem stranden seines Schiffes erfuhr, bei mir hatte er selbige Havarie nämlich verschlafen.

 

Das die neuerlichen Strafen, die nun auf mich zukamen sich in der von ihr mitgebrachten Sporttasche befanden, wusste ich just zu diesem Zeitpunkt noch nicht und was nun wirklich drin war, wie die Sache weitergeht  folgt im nächsten Teil.

 

So, Pause

4. Die Olympischen Sommerspiele

 

Nach dem meine Mutter nun meine Arbeit korrigiert hatte, sie tat dies in meiner Gegenwart an meinem Schreibtisch an dem ich zuvor gesessen hatte. Ich musste während dieser Zeit neben meine Mutter hinstellen, natürlich im `Achtung` durfte mich nicht bewegen und sollte vor allem ruhig sein. Was ich auch tat, ich erstarrte fast zu einer Säule und war Mucksmäuschen still und konnte allerdings gut beobachten, wie sie von Minute zu Minute von Satz zu Satz blasser wurde. Sie schimpfte nicht mit mir, sie schüttelte nur noch den Kopf und murmelte irgendwelche für mich unverständlichen Laute vor sich hin. Das mit dem nicht `bewegen dürfen` war eigentlich ganz o.k. Denn ich denke jeder der schon mal Regenklamotten `Indoor` bei nahezu 30 Grad, mein Zimmer ist ein Dachzimmer, getragen hat weiß, dass es besser ist sich in so einem Fall möglichst wenig zu bewegen, jede Bewegung genau zu überlegen, ja zu planen.

Na gut, lange Rede kurzer Sinn, dass Ergebnis meines Tests war niederschmetternd, so hatte ich doch allein schon im Diktat 24 Fehler und bei der anschließend Verbesserung kam ich gar auf 32 Fehler, bei den gestellten Aufgaben hatte ich nicht einen Treffer, man könnte auch sagen `Thema verfehlt` oder einfach nicht kapiert, dass war aber auch eine dumme Frage, diese Frage 4: Ich glaube.....

Ich glaubte just in selbigem Moment eigentlich gar nichts mehr, ich glaubte maximal das ich mich jeden Moment wahrscheinlich zu Tode schwitzen könnte, oder so....

Das der schlechte Test, diese mangelhafte Ex-Temporale, für mich natürlich nicht ohne Folgen blieb, kann man sich denken. Doch zunächst verließ meine Mutter samt ihrer Sporttasche mit den Worten wieder denn Raum: „Zieh alles aus, bis auf deinen Slip, stell dich anschließend vor dein Bett und warte bis ich wiederkomme“ sie löste noch schnell den Knoten meiner Kapuzenkordel und ließ mich allein zurück.

Doch sie kam schon recht bald wieder, beinahe früher als erwartet, so hatte ich nämlich zunächst reichlich Mühe meine verschwitzte Spezialkleidung Regenmantel und Gummistiefel auszuziehen, ordentlich zu glätten und zum trocknen aufzuhängen. Ich tat dies in weiser Voraussicht, da meine Mutter Unordentlichkeit und Schlamperei überhaupt nicht ausstehen konnte und ich in letzter Zeit eigentlich schon genug Bestrafungen bekommen hatte, dachte ich wenigstens.

Gut die Bestrafung was mein Diktat und den Aufsatz anbetraf konnte ich nicht mehr verhindern, aber es musste ja nicht noch mehr werden, es sollte ja nicht noch schlimmer kommen. Irgendwie hatte ich total genug und meine Wut auf `doof Vanessa` und ihren ganzen Anhang steigerte sich nochmals. Zu dieser Zeit hätte ich sie am liebsten verwunschen.

Aber ich schaffte es dann doch mich so zu präsentieren wie von meiner Mutter gefordert, stellte mich relativ stramm, als käme ich morgen zur Bundeswehr, vor mein Bett und wartete.

Was war ich froh, endlich ohne diese lästigen Gummistiefel (hatte am Schluss das Gefühl ich steh im Fluss) und endlich ohne diesen schwitzigen Regenmantel (alles klebte an mir, kam mir original vor wie Patexkleber). Ich kann dieses schöne Gefühl gar nicht richtig und ausreichend beschreiben, man fühlt sich schlagartig wie Neugeboren und das obwohl ich ja selber noch vollkommen verschwitzt war und mehr als ein bisschen abtrocknen war nicht drin, denn Duschen durfte ich mit Sicherheit nicht zweimal am Tag.

 

Als meine Mutter ins Zimmer zurück kam, natürlich wieder mit ihrer alten Adidas Sporttasche in Händeni, öffnete diese und zog zunächst nur einen gelben Gumpla-Jogginganzug (gibt es ab und zu bei eBay) heraus und reichte diesen mir zu anziehen.

Oh, Schock dachte ich bei mir schon wieder so ein Hammerteil, nein dachte ich mir das zieh ich nicht an, aber nach meiner ersten kurzen Verweigerung und den anschließenden eigentlich nur 2 Sätzen meiner Mutter, hüpfte ich förmlich in den Gumpla.

Satz 1: Willst du die ganzen Ferien, zu Hause bleiben? Nein, sagte ich und begann ganz schnell, den Anzug anzuziehen.

Satz 2: „Nur in einem gesundem und fitten Körper stecke auch ein gesunder Geist“ und da beides bei mir scheinbar irgendwie abhanden gekommen sei, werden wir die nächste Zeit verstärkt daran arbeiten, dass dieser Zustand sich wieder bessere, ja so führte sie weiter aus -- „diese Schei... müsse eine andere werden“

 

Jetzt erschrak ich aber schon ein bisschen a) der derben Wortwahl meiner Mutter, dass kannte ich nur wenn sie total stinkig war und b) konnte mir noch nicht recht einen Reim darauf machen, was sie denn damit meinte?. Sollte ich etwa Sport treiben, ich das absolute Sportmuffel, der totale Konditionserror, wo mir doch in der Regel schon mehr als 10 Treppenstufen zuviel sind und ich schon nach der Hälfte fürchterlich anfange nach Luft zu japsen, ich die ich doch eine regelrecht fanatische Aufzugfahrerin bin. Auch mal lieber auf mein Frühstück verzichte, nur um nicht zum Bäcker gehen zu müssen.

Irgendwie dachte ich schon ein bisschen, so ganz leise bei mir natürlich: `Mutti ist übergeschnappt`. Beschloss aber mein Anliegen auf Straferlass besser nochmals zu verschieben, mich zu fügen mit allem was sie von mir verlangte, denn so dachte ich mir dieser Schuss geht sicher nach hinten los.

 

Aber es war erstens vollkommen egal was ich dachte und zweitens half es mir nicht weiter. Mutter kannte scheinbar absolut keine Gnade und da ich immer noch nicht recht drin war im Anzug, auch nicht so recht rein wollte, sagte sie nun zum zweitenmal und schon wesentlich schärfer „ Los anziehen, Laura-Nicole“

 
 

Ich schlüpfte also in den Gummianzug und ich muss sagen irgendwie hatte dieses Ding einen doch sehr guten Tragekomfort, ich hatte sogar irgendwie das Gefühl des Beschützseins, der Unantastbarkeit auch wenn ich schon beim anziehen erneut klitschnass war. Eigentlich gefiel mir der Anzug gut, war er doch modern geschnitten und auch das Material, vermutlich irgendeine Art leichtes dünnes Latex, so genau konnte ich das nicht erkennen, bin auch nicht unbedingt die Fachfrau für solche Dinge. Auch verhielt sich recht angenehm auf der Haut, war eigentlich schön zu tragen trotz des Schwitzens. Er legte sich sofort relativ eng an meinen Körper und ich empfand den Anzug schon bald irgendwie als eine zweite Haut.

 

Das einzigste was mich zu Beginn noch etwas störte waren nur die engen Gummibündchen die in die Ärmelenden, Beinenden und am Hals eingearbeitet waren, ich war somit beinahe luftdicht verschlossen, Dies war auch just in diesem Moment das einzigste was mich wirklich störte, diese Enge am Hals. Die Kapuze hatte diesmal keine Kordel mehr die man zuknoten musste, nein in ihrem Saum befand sich ebenfalls ein Gummiband und schloss sich so automatisch eng anliegend um den Kopf.

 

Irgendwie gefiel es mir langsam so verpackt zu sein. Bis auf das heiße schöne Wetter draußen und die natürlich dadurch entstehende Hitze in meinem Dachzimmer, empfand ich meine Situation als relativ angenehm. Ein großer Vorteil des Gumpla- Jogginganzuges ist natürlich auch die wesentlich bessere Beweglichkeit, als zuvor im Regenmantel, ich fühlte mich trotz der Enge an Kopf, Hals, Armen und Beinen wesentlich freier und auch sportlicher.

Ich verhedderte mich nicht mehr bei jeder Bewegung irgendwie, irgendwo, irgendwann Was ich allerdings an dem Anzug nicht besonders hipp fand, war die Tatsache das der Anzug gelb war, na ja. Warum müssen eigentlich die meisten Regensachen immer gelb sein, zumindest dachte ich dies damals, muss denn da auch noch leuchten, wie eine Laterne, reicht nicht schon das Tragen, dass anziehen müssen.

 

Der Anzug war sicher nicht luftiger als der Regenmantel zuvor, aber irgendwie hatte ich mich an das Schwitzen war mittlerweile gewöhnt, ich schwitzte lange nicht mehr so stark wie noch zuvor in meinem PVC-Plastikmantel. Dafür gab es mehrere Erklärungen, entweder ich hatte keine Körperflüssigkeit mehr, also alles ausgeschwitzt was auszuschwitzen war (bis auf meinen Fetisch-Quatsch der war noch ein wenig vorhanden) oder aber ich hatte mich schon so an das Schwitzen unter Plastik und Latex gewöhnt, dass ich es nicht mehr so stark bemerkte bzw. es mich nicht mehr störte.

Natürlich lag es sicher auch daran das ich mich meinen neuen Äußerlichkeiten angepasst hatte und mich wahrscheinlich auch schon wesentlich weniger bewegte, ja ich mir jede größere Bewegung gut überlegt.

 

Zu guter letzt kramte Mutter noch meine Gummiballerinas aus der Tasche hervor. Die ich normalerweise nur am Meer zum schwimmen anziehe, damit ich mir keine Seeigel oder sonst was eintrete und auch nicht so leicht ausrutsche. Auch sind diese Schuhe doch wesentlich angenehmer für mich zu tragen als, die doch schon sehr schwitzigen Gummistiefel. Obendrein möchte ich noch einmal daran erinnern, es war wahrscheinlich der heißeste Sommer seit vielen Jahren, ich empfand das zumindest seit kurzem als so. Ich wusste schon jetzt, dass ich mich niemals mehr im Leben über schlechtes Wetter beschweren würde.

 

Nun gut die oben beschriebene Sache mit dem weniger Schwitzen, hatte sich dann allerdings und zwar bereits, mit dem nächsten Schritt den meine Mutter vorhatte schnell erledigt. Sie wollte also tatsächlich Sport treiben mit mir und das in diesem Aufzug. Vielleicht sollte ich noch erwähnen das meine Mutter wesentlich sportlicher ist als ich, ja in ihrer Jugend eine richtige Sportskanone war und mir in dieser Hinsicht noch heute total überlegen ist.

 

Ich haute es in diesem Moment allerdings just von den Socken. Mutter faselte irgendetwas von einem `Zirkeltraining` von dem ich zwar noch nie zuvor etwas gehört hatte, mir allerdings schon vorstellen konnte, dass es nicht viel mit Gemütlichkeit und Dolce Vita zu tun hatte.

 

„Wir treffen uns in 3 Minuten unten im Garten“ sagte sie und verließ das Zimmer und ich gebe zu, dass mir wieder nicht nur am Körper der Schweiß ran, nein es liefen mir erneut die Tränen über die Wangen, ich musste Rotz und Wasser heulen. Was mir allerdings wie immer nichts half im Gegenteil, mein Zustand und das natürlich auch durch die Kapuze verursacht verschlimmerte sich dramatisch, ich schwitzte mir erneut einen Ast ab, man heute meinen können, ich sei ein Wasserwerk.

 

`Bleibt mir den gar nichts mehr erspart` dachte ich noch während des Runtergehens in den Garten so vor mich hin. Ich watschelte und raschelte also runter in den Garten, in dem sich meine Mutter bereits befand, allerdings war sie nicht mit einem schwitzigen Gummianzug bekleidet, nein sie hatte sich eine kurze Short, ein ärmelloses T-Shirt und ihre Turnschuhe angezogen, war also alles in allem ungeheuer luftig gekleidet. Na ja bei geschätzten 34 Grad im Schatten, auch irgendwie sinnvoll, nur ich war irgendwie falsch gekleidet, fühlte mich deplaziert, fühlte mich im total falschen Film.

 

Ich weiß nicht ob sie sich so angezogen hatte um mich zu ärgern oder ob dies Teil meiner Therapie sein sollte, auf jeden fall war es gemein von ihr, was sie aber nicht juckte, im Gegenteil, sie lies mich während sie mir das weitere geplante Vorgehen erklärte, im `` `Achtung` stehen und das auch noch in dieser Bruthitze, in der Sonne.

 

Ich sollte also fürs erste ein `Zirkeltraining` absolvieren. Dieses begann zunächst allerdings mit kleinen Aufwärmübungen, dem s.g. `Warm up`

 

  • mit 30 Kniebeugen in 45 Sekunden
  • 10 Liegestützen in 90 Sekunden
  • und 3 Minuten auf der Stelle laufen

 

 

Anschließend und da staunte ich nicht schlecht hatte Mutter scheinbar während meiner Aufsatzarbeit, einen kleinen Abenteuer-Parcour in unserem relativ großen Garten aufgebaut und diesen erklärte mir jetzt, sie erklärte mir die einzelnen Abenteuer:

 

  • 1. Abenteuer "Der Mutsprung in die tiefe Schlucht": Kastentreppe (zwei kleine, ein mittlerer und ein großer Kasten): Ich sollte die Kastentreppe hinauf laufen, dann den Mutsprung absolvieren, und in die tiefe Schlucht auf die Weichbodenmatte springen.

 

  • 2. Abenteuer "Rette sich wer kann": Ich sollte flüchten vor den gefährlichen Dschungeltieren (wäre lieber vor Mutti geflüchtet) und mich in Sicherheit bringen, indem ich den kleinen Bergabhang, hinter unserer Terrasse, hinunter rolle und danach in der Höhle verschwinden. (Die Hölle wurde mittels meines Regenumhanges simuliert, sollte unter diesen kriechen). Anschließend sollte ich die kleine Anhöhe wieder auf allen Vieren hoch klettern, bis zur anderen Seite hinüber und mich dort so schnell wie möglich auf dem Langbankplateau wieder in die Tiefe rollen und erneut unter dem Poncho, Verzeihung der Hölle verstecken --- Körpererfahrung nennt man dies, sagt Mutti jedenfalls.

  • · 3. Abenteuer "Der schmale Pfad": Ich sollte über eine umgedrehte Langbank balancieren, die auf zwei kleinen Kästen liegt und über zwei Turnmatten führt --- Schulung von Koordination und Gleichgewicht nennt Muttern das.

  • 4. Abenteuer "Schwingen an Lianen": Schwingen am Tau das an unserer alten Baum im Garten befestigt war, rüber zu einem mittel hohen Sprungkasten auf die Weichbodenmatte. --- Kräftigung der Armmuskulatur und Schulung der Körperspannung (ihr wisst schon wer das so nennt)

  • 5. Abenteuer "Über glühende Lavasteine springen": Schnelles Überspringen einer Mattenbahn (von Matte zu Matte springen) --- Ausdauerschulung und Kräftigung der Sprungmuskulatur

  • 6. Abenteuer „Der Sprung über den Feuergraben": Ich sollte Anlauf nehmen, springen von einem Sprungbrett ab über eine quer liegende Turnmatte und landen auf einer Weichbodenmatte.

  • 7. Abenteuer "Das Mondauto oder das Dschungelauto"

Am Baum wird wieder ein Springseil angeknotet. Ich sollte mich nun auf eine umgedrehte Teppichfliese setzten und mich mit dem Springseil bis hin zum Baum zurückziehen. Danach wird das "Mondauto" oder das "Dschungelauto" wieder an seinen Ausgangspunkt zurückgebracht. (Idee von Anne-Katrin Kirchner)

 

Nach Ende des ersten Durchgangs sollte ich, durfte ich Strechübungen machen, zur Lockerung der beanspruchten Muskelgruppen. Aber was sollte ich noch strechen, ich war bereits nach dem ersten Durchgang des Zirkeltrainings, ich denke ich muss das eigentlich nicht erwähnen vollkommen fertig und erledigt. Auch für diese anschließende Übung hatte Mutter eine Bezeichnung: "cool down" nennt sie das, diese Strech- und Entspannungsübungen

Die ich nun wirklich gut gebrauchen konnte, mein ganzer Körper war ein klitschnass, es gab nicht eine trockene Stelle, aber sie kannte kein Pardon und als ich gerade schön am entspannen war, blies Mutter schon zu Runde 2. So langsam glaubte ich wirklich daran, dass es klappen könnte mit dem Fetisch-Quatsch austreiben, ich schwor mir insgeheim sollte ich aus dieser Sache jemals lebend wieder rauskommen, ich würde niemals mehr irgendeinen Regenmantel anziehen, wenn es nicht in Strömen goss. Ja, da war ich mir sicher!

Also alles wieder auf Anfang, auf zu Durchgang 2, Abenteuer 1 „Der Mutsprung in die tiefe Schlucht“, die einzigste Neuerung bei Runde zwei war nur, dass ich für die einzelnen Übung mit einer Laufzeit von 2 Minuten klarkommen sollte, vorher lies sie mir wenigstens uneingeschränkt Zeit. Was bei meinem Konditionellen Zustand einer absoluten Katastrophe gleichkam, ich konnte einfach nicht mehr.

Sie wollte mich anscheinend nicht nur für Geist und Seele fit machen, nein ich glaube sie wollte mich obendrein für die Olympischen Sommerspiele anmelden. Aber auch die zweite Runde verging, ich schlich zwar am Schluss mehr über den Parcour als das ich lief und an das einhalten der Zeiten war auch im Entferntesten gar nicht mehr zu denken, aber ich schaffte es, keuchend, schnaufend wie ein Wahlross und schwitzend wie ein Boxer nach Runde 15, stellte mich am Ende im befohlenen `Achtung` neben meine Mutter.
Diese entließ mich doch dann glatt, natürlich nicht ohne den Hinweiß, dass dies erst der Anfang sei und alles die nächsten Tage noch fleißig geübt werden sollte auf mein Zimmer, bzw. ins Bad ich durfte mich ausziehen und hört, hört ich durfte duschen.

Als ich aus der Dusche kam wartete allerdings schon der nächste Schock auf mich.....

 

Das Camp

Als ich aus der Dusche kam wartete allerdings schon der nächste Schock auf mich, meine Mutter hatte mir bereits meine Nachtkleidung aufs Bett gelegt, die aus flognden Kleidungsstücken bestand:

Einem doch schon etwas älterem fast bis zum Boden reichendem Kleppercape, bei dem die Armschlaufen zugenäht waren, ein relativer normaler Slipp, Hilfe es war der benutzte Slip von Zwilling Vanessa, daneben lag dann noch eine PVC-Windelhose und also Schuhwerk stand auf dem Boden ein paar von meinen Gummiballerinas. So gekleidet sollte ich also ins Bettchen hüpfen und das bei draußen noch immer mitte 25 Grad und obwohl es noch nicht mal 9 Uhr war, sprich es war taghell.


 "Das Gefühl machte mich derart wahnsinnig, dass ich mich erst mal dringend "entspannen" musste. Also trat ich die flucht aufs stille Örtchen an. Dort zog ich mir die Hose wieder aus, um erst einmal daran zu riechen. Danach zog ich mir dann auch meinen Slip aus, und streichelte mich erst mal ein wenig. nach dem ich fertig war, zog ich mir Dreisterweise  nur Vanessas Hose wieder an, den Slip ließ ich im Bad liegen".

Zurück aus der Toilette, schlüpfte ich nun doch in die mir auferlegten Kleidungsstücke und wartete ab was passierte. Gut was hätte ich auch sonst tun sollen, die Armen konnte ich nur unter großen Schwierigkeiten benutzen.  Das lange Cape lud auch ansonsten nicht zu großen Bewegungen ein, schon gar nicht wenn man an die Hitze denkt, die sich an einem solchen heißen Tag, in einem Dachgeschosszimmer aufstaut. Also stand ich darum und begutachtet meine Kleidung, vorallem das Kleppercape hatte es mir schon angetann, ich mochte es, hab es eigentlich immer gemocht, wenn ich mich auch nur selten getraut habe es in der Öffentlichkeit zu tragen. Gut ja, es roch nicht besonders, doch über dieses feine Material mit den Fingern zu streichel, den Mantel glatt zu streicheln, macht mich wahnsinnig scharf, dazu dieses sich vermischende rascheln bei jeder noch so kleinen  Begwegung zum einen mit dem Mantel zum anderen mit der PVC-Windelhose.  

Nach ca. einer halben Stunde kam dann allerdings leider meine Mutter ins Zimmer zurück und erklärte mir das dies mit mir natürlich nochmal ein schlimmes Ende nehmen würde, sie am Ende ihres Lateins sei und sie dringend auf fremde Hilfe angewiesen ist, dies sei ihr nun am heutigen Nachmittag klar geworden.

Sie sagte dann noch zu mir ich solle meine kleine Sporttasche packen, nur mit Unterwäsche und 2 T-Shirt´s bepackt, in einer halben Stunde sein Abfahrt in das Camp

`In das Camp`  jetzt haute es mich entgültig von den Socken und aus dem Kleppercape, ich fing wiedereinmal rundrum zu schwitzen und zu heulen an,  niemand hätte feststellen können was von was kam, waren es Tränen oder Schwitzwasser, ich war auf jedenfall pischte, patsche Nass.

 Ich wußte zwar nicht was das war  `Das Camp`  aber es war sicher nichts besonderes gutes.


Das Camp

"Mein Gott ist mir warm," dachte ich mir, als ich langsam auf das große kasernenähnliche Gebäude zuging. Kaum ein Wölkchen trübte den Himmel, die Sonne erhitzte ungehindert jede Mauer, jeden Strauch und jeden Quadratzentimeter Asphalt, über dem die Luft bereits flirrte.

Im Schatten hatte es gut und gerne seine 34°C und jede Person, mir begegnet, war bemüht , sich möglichst im Schatten von Häuserwänden fortzubewegen, um nicht unmittelbar den heißen Strahlen ausgesetzt zu sein. Voll Neid beobachtete sie die anderen jungen Frauen, die es mit mir ihren kurzen Tops und kurzen Höschen ganz gut in der Hitze aushalten konnten.

Und sie spürte die seltsamen Blicke, die man ihr zuwarf, als sie mit ihrer m langen alten Kleppermantel , den Gummiballerinas und einer schweren Sporttasche unter dem anderen Arm über den dampfenden Asphalt ging. Ich  schwitzte ziemlich unter der  dem Kleppercape, die ich direkt auf der Haut trug. "Ich muss ja auch verrückt sein, mich auf so etwas einzulassen," dachte ich, als ich  weiter auf das Gebäude zuging. Es stimmte ja, dass sie sich selbst darüber ärgerte, dass sie beim kleinsten Anzeichen von Wärme sofort fürchterlich in Schwitzen kam und ihre Hass auf ihre Freundinnen steigerte sich ins Unermeßliche, wo hatte die Mädels mich nur hingebracht. Aber es war müßig darübber nachzudenken, den Fakt war ja nunmal das sie hier glandet war und sich mit ihre Situtation einfach abfinden musste. Noch immer konnte sie nicht ganz verstehen warum sie diese Sachen nun tragen sollte, warum sie eine Friesennerz, Kleppercape oder Regenstiefel im Hochsommer anziehen sollte.

 "Da gewöhnen sie dich an diese Sachen," hatte Mutter gesagt. "Meinst du?" hatte sie gefragt. Sie fand sich ja selbst ja nich so toll, wenn sie diese Sachen trug, wenn nur das Schwitzen in diesem Material nicht wäre! "In Gummi schwitzt man halt mal und du solltest dich endlich daran gewöhnen!" Sie wollte ihre Mutter nicht noch mehr aufheizen und so willigte sie schließlich ein, sich für eine Woche in dieses Camp zu begeben.  Nachdem Mutter sie angemeldet hatte und der Brief zur Bestätigung gekommen war, fand sie in dem Umschlag noch eine Art Dresscode, an den sie sich bei ihrer Ankunft zu halten hatte: "Stellen Sie sicher, dass Sie völlig in luftundurchlässigem Material gekleidet sind, wenn Sie bei uns erscheinen, denn wir wollen bei der Ausbildung keine Zeit verlieren.

Wir schlagen vor, dass Sie sich mit wenigstens zwei Schichten Gummi oder Gummimitat in Form eines Friesennerzes und eines langen Cape ´s  (wir empfehlen dazu einen langen Kleppermantel) bei uns einfinden." Nur wiederwillig hatte sie sich am Morgen in dieses Outfit gezwängt, schon beim Anziehen standen ihr kleine Schweißperlen auf der Stirn. Wäre Mutter nicht gewesen, sie hätte sich sofort wieder umgezogen, aber er sorgte dafür, das dies nicht geschah. Nicht einmal zum Hochziehen des Reißverschlusses der zweiten jacke konnte sie sie bewegen. Und so steckte sie bereits seit über zwei Stunden an diesem Augusttag in diesen Klamotten, die mittlerweile unangenehm an ihr klebten. Kleine Schweißbächlein liefen in den dicken Rinnsalen an den Beinen nach unten und  verschwanden in den PVC- Romika Gummistiefel, die sie heute ebenfalls tragen sollte. Auch dies gehört zum Dresscode  (auf die Alternative "Reitstiefel" hatte sie gerne verzichtet) "Auf was habe ich mich da nur eingelassen," überlegte Nicole, als sie wiederwillig und mittlerweile auch ein bisschen ängstlich das Gebäude betrat. Drinnen herrschte eine noch schwülere und stickigere Luft als draußen. Von Klimaanlage keine Spur. Es war irgendwie feuchtheiß und es roch ein bisschen unangenehm nach Schweiß. Fast wäre sie auf der Stelle umgekehrt und mit ihren widerlich klebenden Beinen wieder hinausgelaufen. Doch im letzten Moment dachte sie an ihren eigenen Ehrgeiz und überwand den Drang schon vor dem Beginn ihrer "Ausbildung" aufzugeben.  Ein bisschen Neugier war wahrscheinlich auch dabei. Hinweisschildern war zu entnehmen, dass die Anmeldung zum Kurs "Aushalten von luftdichter Kleidung bei sommerlichen Temperaturen" im Rückgebäude zu finden war, der über einen großen Innenhof zu erreichen war. Von irgendwo ertönten Stimmen, wie man sie von einem Kasernenhof her kannte: "Stillgestanden" - "Laufschritt" -"Runter auf den Boden" - "Liegestütz". "Na, das kann ja heiter werden", dachte sie, als sie den Hof überqueren wollte. Was sie dann allerdings sah, ließ sie für einen Augenblick lang vergessen, dass sie selbst bereits seit Stunden schwitzend in ihren Klamotten klebte:

 Etwa ein Dutzend junger Frauen, alle eingepackt in einen Sport-Friesennerz- oder PVC-Hosen, Saunaanzügen, verschiedenen Plastikjacken, Regenmänteln, zum Teil scheinbar mehreren übereinander, machten in der sengenden Hitze Sportübungen! Die Mädchen waren in kleine Gruppen aufgeteilt, die jeweils von einer Art Ausbilder beaufsichtigt wurden. Sie rannten, krochen über die Wiese, machten Liegestütz, Situps oder Hampelmann oder standen einfach nur stramm mit nach vorne ausgestreckten Armen da, wobei sie eine Eisenstange auf Augenhöhe zu halten versuchten. Ihre Gesichter waren rot, aufgequollen und nassgeschwitzt, und ihre Augen verrieten Angst und Erschöpfung  während sie trotzdem immer wieder angetrieben wurden. Einzelne mussten sogar Kapuzen und Gasmasken tragen. "Die Armen!" schoss es mir durch den Kopf. Den Gedanken, dass ich in kürzester Zeit genauso würde zu leiden müssen, verwarf ich sofort wieder. "Das ist sicherlich irgendein anderer Kurs," versuchte ich mich zu beruhigen. Langsam ging ich an den keuchenden und schwitzenden Frauen vorbei in die Richtung, die der Pfeil gewiesen hatte. Was ich neben dem Eingang erblickte, ließen meine schlimmsten Befürchtungen erneut aufkommen: Neben dem Eingang zum Rückgebäude stand eine junge Frau regungslos in der prallen Sonne. Ihre Hände hatte sie zu Fäusten geballt, die Ellenbogen waren leicht abgespreizt, ihre Haltung war aufrecht und ihr angsterfüllter Blick ging ins Leere. "Eine richtige Achtung-Stellung," dachte ich, ich kannte diese Position aus Militärfilmen.

 

 Die junge Frau war ungefähr 22 Jahre, so alt wie ich selbst. Sie steckte in einem hochgeschlossenen dicken alten Gummimantel und einer dicken schwarzen Gummihose. Am Kragen des Mantels war ein bisschen Fell zu sehen. "Der ist ja auch noch gefüttert," überlegte ich. Ihre Füße steckten in Gummi-Reitstiefeln. Die schulterlangen dunklen Haare hingen strähnig und klebrig im Gesicht, Schweißperlen liefen daran entlang und vereinigten sich zu kleinen Bächlein, die ihr in den nassglänzenden Kragen liefen. Ihr Gesicht war völlig nassgeschwitzt. "Die hat ja heftige  Sachen an ," durchfuhr es mich,  voller Entsetzen die arme Kreatur, die trotz ihrer sicherlich sehr verkrampften Haltung regungslos in der Sonne stramm stand. "Die Arme! Wie lang die wohl da schon stehen muss," überlegte ich noch, wo ich es schon in meinem dünnen Jäckchen kaum noch aushielt.

 Gerade wollte ich instinktiv nach dem hohen Reißverschluss an ihrem eigenen Hals greifen als ich von hinten angeschrieen wurde. "Was fällt ihnen denn ein, so halbnackt hierher zu kommen?" Ich fuhr herum und verstand nicht. "Haben Sie nicht gelesen, wie sie hier zu erscheinen haben?" "Doch," stotterte ich, noch nicht vom Schreck so recht erholt. "Reißverschluss zu! Mantel an! Hoch schließen und raus zu deiner Kollegin" bellte mir der hoch gewachsene junge Mann ins Gesicht. Er trug ein T-Shirt und eine kurze Hose, und ihm schien die Hitze nichts auszumachen, denn kein einziges glänzendes Fleckchen Haut war an ihm zu sehen.

Ich nahm es nur verschwommen wahr. Ich war durch dieses ungewohnte Gefühl, angeschrieen zu werden so verdattert, dass sie wie in Trance ihre Reisetasche fallen ließ,  den Reißverschluss ihres zweiten Cape`s bis unter das Kinn schob und langsam ihren Arm, der schon in zwei Schichten Gummi steckte, in den Ärmel des Kleppercapes  schob. "Tempo, Tempo," schrie ihr der Ausbilder ins Gesicht, und sie schlüpfte so schnell es ging in den dicken Kunstledermantel und zog den Reißverschluss bis zum Ende des hohen Stehkragens hoch. Das war gar nicht so einfach, da der Mantel wirklich ziemlich dick und glatt war und sie schon mehrere Schichten darunter trug. "Stillgestanden!" Ich stand wie angewurzelt da.

"Na das sieht ja schon besser aus!" hörte ich, ohne wirklich zu begreifen, was vorging. "Heute haben wir ja lauter verzogene Ladies, die nicht lesen können. Deine Kollegin da draußen meinte auch, sie müsste mit einem dünnen Jäckchen hier anreisen. Jetzt kocht sie schon zwei Stunden in ihren Klamotten und begreift langsam, was sie noch alles zu lernen hat. Und jetzt raus!" Im Laufschritt rannte ich dem Ausbilder hinterher. In der dicken Kleidung, die wie eine zweite Haut an mir klebte, konnte ich mich nicht so leicht bewegen. Als sich durch die Tür in den Innenhof kam, traf mich die Hitze wie eine Faust ins Gesicht. Instinktiv wollte ich sofort in den Schatten laufen, doch sofort bellte der Große "Nichts da, hier schön in die Sonne neben deine Kollegin. Sie schwimmt sicher  schon in ihren Klamotten, aber sie scheint es noch nicht wirklich zu genießen. Du wirst deine Frechheit auch zunächst einmal hier überdenken. Drei Stunden strammstehen! Hände zu Fäusten, an die Hosennaht, Ellbogen anwinkeln und leicht nach vorn drücken! So, dann gewöhn dich mal an deine neue Umgebung." Grinsend ging er weg und so langsam wurde mir klar, dass dies alles kein Alptraum war. Da stand ich nun neben meiner Kollegin stramm. Eingesperrt in mehrere Lagen PVC und Gummi, das vom engen Stehkragen des Mantels unter dem Kinn bis zu Boden reichte. Extra dicke Qualität. Sofort spürte sie, wie die Hitze unter ihrer Kleidung immer mehr aufstieg. Von außen war nichts Auffälliges an ihrer Kleidung zu sehen. Wenn man nicht wusste, was es mit dieser Bekleidung auf sich hatte, hätte man sogar Gefallen daran finden können: Das schwarze und glatte Material ihres Mantels glänzte trocken und wunderschön in der Sonne. Darunter sah es natürlich etwas anders aus. Schon nach kurzer Zeit liefen mir kleine Schweißtröpfchen über die Stirn, und ich wischte sie automatisch mit der Hand weg. "Was soll das denn?" hörte ich mir mittlerweile bekannten Stimme schreien. "Du sollst stramm stehen und nicht mit den Armen fuchteln! Noch so eine Aktion und du läufst in deiner kompletten Montur zwei Kilometer und stehst hinterher noch länger stramm!" Mein "Ausbilder" stand plötzlich hinter ihr. Ich war wie vom Donner gerührt. Völlig verkrampft stand ich in dieser unbequemen Haltung und rührte mich nicht mehr.  Ich spürte wie immer heißere Luft aus ihrem Kragen ins Gesicht stieg. Wie lang ich dies wohl noch aushalten könnte? Zwei Stunden stand meine Leidensgenossin angeblich schon neben ihr stramm, von der ich nicht einmal den Namen wusste.

Nachdem ihr Aufseher offensichtlich erneut weggegangen war, zischte ich sie  so leise wie möglich "Wie heißt du?". Keine Antwort. "Ich bin neu hier, wie heißt du?" versuchte ich es nocheinmal. "Halt um Gottes willen deinen Mund," zischte ihre Kameradin zurück, "sonst kommen wir nie aus der Sonne." Ich begriff, dass es besser gewesen wäre, den Mund zu halten, denn schon sah ich wieder den Großen auf mich zukommen. "Das darf ja nicht wahr sein! Kann man euch denn gar nicht alleine lassen? Na, wie ihr wollt. Ihr werdet schon sehen was ihr davon habt! Runter in den Liegestütz!" Sofort ließen wir beide uns auf den Boden fallen und begannen in der ungewohnten Kleidung Liegestütz zu machen. Während wir  japsend vor uns  hin pumpten, schrie der Große weiter auf uns ein: "Wenn ihr zuviel Luft habt, könnt ihr sie auch so rauspusten, ohne lange Reden zu halten. Ihr müsst noch viel lernen! Wir haben auch wunderbare Mittel hier, um eurem riesigen Mitteilungsbedürfnis zu begegnen. Gasmasken zum Beispiel! Sehr beliebt bei unseren Rekrutinnen!" ...



Das Camp II   geschrieben von Christian!

"Noch 10!" hörte ich den Großen über mir brüllen. 20 Liegstütz hatte ich schon geschafft. Um meine Hände hatten sich bereits kleine Pfützen auf dem staubigen Boden gebildet - es ist ein unangenehmes Gefühl, wenn Schweiß bächeweise aus den Ärmeln läuft und auf die Hände platscht. Als wir ächzend auch noch die letzten 10 Pushups geschafft hatten hörten wir sofort "Auf die Füße mit euch und stillgestanden!" Wir taten wie geheißen und nahmen wieder unsere verkrampfte und unbequeme Haltung ein, die Arme an den Körler gepresst, den Blick geradeaus, die Sonne brannte glänzemd  auf unsere schwarzen Mäntel.

 Immer noch tropfte Schweiß aus meinen Ärmeln und lief an meinem Mantel herunter, auch am Rücken spürte ich die neue Fließrichtung unter den vielen Schichten - es war einfach nur eklig.  Ich konnte kaum gerade stehen, so musste ich immer noch nach Luft ringen und meiner Kameradin ging es offenbar nicht anders, allerdings traute ich mich nicht mehr den Kopf zu ihr zu drehen, denn unser Ausbilder stand immer noch vor uns.

"Na, das kann ja was werden  mit euch." Ihr habt noch eine Chance: Bis Sonnenuntergang bleibt ihr hier still stehen, streckt eure Arme nach vorn aus und haltet diese Eisenstange auf Augenhöhe. Wenn ihr auch nur irgendwie zuckt, werdet ihr eine Nacht erleben, die ihr nie vergessen werdet!" Es waren die gleichen Stangen, die ich schon bei anderen Mädchen gesehen hatte. Sie waren sehr dünn und auch nicht so schwer, wie befürchtet. Zumindest anfangs nicht. Der Große ging wieder weg und ließ uns allein.

Da standen wir also nun: eine Kameradin, von der ich nicht mal den Namen wusste, und ich beide eingepackt und eingesperrt in mehrere Lagen Gummi und PVC, von außen hübsch anzusehen, wie ein hochgeschlossener Ledermantel halt so aussieht, aber innen ein Strafanzug, der uns in jeder Sekunde bewusst machte, dass wir nicht hier waren, um uns zu amüsieren. Um mir die Zeit zu vertreiben, versuchte ich aus den Augenwinkeln auf dem Kasernenhof umherzublicken: Es schien verschiedene Gruppen zu geben, die man an ihrer Kleidung unsterscheiden konnte, es schien eine PVC-Gruppe zu geben, denn alle Frauen in dieser Gruppe trugen irgendwelche Kleidung aus diesem Material: Friesennerze, Regenhosen, Saunaanzüge, Kleppermäntel etc.

Dann gab es offensichtlich eine Ledergruppe, in der alle in mehrere Lagen Kunstlederklamotten steckten. Und es gab offensichtlich so etwas wie eine Strafabteilung, denn die Mädchen dieser Abteilung trugen zusätzlich zu ihrer dicken Kleidung noch schwere Rucksäcke, Kapuzen und Gasmasken im Gesicht. "Was die wohl ausgefressen haben," dachte ich mir, denn das ist ja wohl wirklich kaum auszuhalten.

Nach einiger Zeit zogen Wolken am Himmel auf und es wurde immer schwüler. "Riecht nach Gewitter," dachte ich mir und es dauerte nicht lange da hörte man ein dumpfes Grollen. "Na jetzt geht wenigstens die Sonne weg und sie holen uns rein," sagte Nicole aufatmend und gedankenversunken leise vor sich hin. "pst," zischte es von ihrer Leidensgenossin. Wieder hatte Nicole das Redverbot übertreten, aber offenbar hatte es keiner gemerkt. Der Himmel wurde immer schwärzer und eine Gruppe nach der anderen wurden von ihren Ausbildern ins Haus gescheucht. Nach einer Weile war niemand mehr da außer Nicole und ihrer Kameradin.

Nicoles Arme brannten mittlerweile wie Feuer, denn mit der Zeit wurde es immer unangenehmer, die feuchtverpackten Arme gerade nach vorn zu strecken und Stange auf Augenhöhe zu halten. "Wir gehen jetzt wohl auch besser, die haben uns sicher vergessen!" Nicole, der mittlerweile jeder Muskel ihrer Arme weh taten, machte sich daran, ihre Arme herunter zu nehmen und sie a uszuschütteln.  "Komm, lass doch auch locker," sagte sie mutiger direkt zu ihrer Kameradin, die immer noch wie angewurzelt mit starrem Blick im Stillgestanden stand.

Eigentlich war sie sehr hübsch, dachte sich Nicole und der schwarze gefütterte Kunstledermantel, dazu die Reitstiefel und die Lederhosedem man ja nicht ansah, welche Qual er seiner Trägerin bereitete stand ihr sehr gut. Nicole war in diesem Augenblick um ihre Gummiballerinas froh, denn in den Stiefeln ihrer Leidensgenossin stand der Schweiß sicherlich bis zum Schaft hoch.

Der Anblick ließ Nicole für einen Augenblick vergessen, wie seltsam die Situation war, denn auch sie gefiel sich in so einem Mantel ausgezeichnet. "Wer weiß, was die darunter noch alles tragen muss, fragte sich Nicole, als ihre Kameradin sie anzischte: "Du spinnst wohl, nimm wieder Haltung an sonst stürzt du uns noch beide..." "Stillgestanden!" Ein Schrei von der anderen Seite des Hofes. Nicht der Große hatte geschrien, sondern eine Frau. Es gab also offensichtlich auch weibliche Ausbilderinnen. "Noch während sie auf die beiden mit schnellem Schritt zu ging brüllte sie weiter.

" Da da hat man mir nicht zuviel versprochen. Ihr seid wohl ganz besondere Fälle!" "Aber ich hab doch gar nicht.." versuchte Nicoles Kollegin einzuwenden und fing an zu heulen, als ihr die Ausbilderin ins Wort fiel: "Mund halten! Stillgestanden, Stange hoch!" Widerwillig musste Nicole wieder in ihre unbequeme Position zurück, während die ersten Regentropfen fielen. "Mit Reinlaufen ist jetzt nichts mehr, meine Damen," lachte die Ausbilderin spöttisch. "Ihr könnt doch eine Abkühlung sicher gut gebrauchen!

" Der Himmel hatte sich überzogen und ein kühler Wind kam auf. "O tut das gut," dachte sich Nicole, als ein richtiger Platzregen einsetzte. Das Gewitter schien richtig loszugehen. Trotz ihrer Kleidungsschichten konnte Nicole die dicken Tropfen spüren. Immer stärker begann es zu regnen, aber kein erlösender Befehl kam, dass sie sich ins Haus zurückziehen dürften.

Die Ausbilderin war unter ein kleines Vordach gegangen um nicht nass zu werden. Für die beiden Rekrutinnen gab es allerdings kein schützendes Dach. Da standen sie also beide im prasselnden Regen! Regungslos mit nach vorne gestreckten Armen. Die Abkühlung tat zwar gut, beide versuchten soviel Regen wie möglich in ihre ausgetrockneten Münder laufen zu lasssen. Innen nass werden konnte Nicole bei den Gummischichten, die sie am Leib trug auch nicht. Der Regen kühlte allerdings den Schweiß, der ihrer Haut an jeder Stelle bedeckte, ab, und mit der Zeit wurde es richtiug unangenehm kühl. Das Regenwasser strömte ihr übers Gesicht, aber sie konnte es nicht wegwischen, weil sie sich ja nicht rühren durfte. "Schei..!" Da beide Rekrutinnen keine Kapuzen trugen, lief ihnen das Wasser übers Gesicht und in die Krägen hinein und aus dem Mantel unten wieder heraus.

Hatte Nicole vor einer halben Stunde noch unsäglich geschwitzt, so war ihr jetzt elendig kalt in ihrer Montur. Ein Beobachter hätte es sicherlich sehr erotisch gefunden, zwei junge Frauen mit nassen Gesichtern in nassglänzenden Ledermänteln zu sehen. Die Wirklichkeit sah anders aus. Gerade als Nicole beschloss, dem Spuk ein Ende zu machen, und ihrer verschwundenen Selbstdisziplin nachzugeben, hörte Sie "Genug für heute, legt die Stangen weg und kommt rein!"

War es wirklich vorbei! Nicole konnte es kaum fassen, sie hatten es geschafft. Triefend gingen sie, zum laufen waren sie zu kraftlos in das Gebäude hinein und setzten sich erschöpft auf den Boden. Zu Ihrer Kollegin, die das gleiche tat, sagte sie: "Jetzt können wir uns eindlich vorstellen: Ich bin Nicole und wer bist du?" "Statt einer Antwort nahm Nicole ein böses Funkeln in den Augen ihrer Kollegin war "Sprich mich nie wieder an. Dir haben wir es zu verdanken, dass wir heute so schikaniert wurden!"

 Sie stand auf und ging weg. Nicole stand langsam vom Boden auf, als der Große, den sie schon vom Nachmittag kannte, auf sie zukam. "Da vorne gibt es Abendessen, dann ist bald Schlafenszeit, denn morgen geht es früh los!" "Kann ich endlich aus den Klamotten raus?" stieß Nicole hervor. "Natürlich können Sie die Kleidung wechseln für die Nacht," grinste der Große. "Nämlich mit ihrer Partnerin." Nicole begriff nicht. "Sie werden schon zurechtkommen!"

Der Große zeigte ihr den Weg zum Speisesaal. Während des Essens beobachtete Nicole die anderen Mädchen, die stumm ihre Mahlzeit einnahmen. Alle steckten noch in den verschwitzten Sachen vom Nachmittag wirkten völlig erschöpft. Die meisten hatten ein verschwitztes Gesicht und auch Nicole schwitzte mittlerweilke wieder gut in ihrer Montur,  denn das Gewitter war vorüber und entsetzlich schwülheiße Sommerluft herrschte in dem Raum.

Nach dem Essen wurden alle in einen großen Schlafsaal geführt. Stockbetten standen ordentlich an beiden Seiten des Saales. Neben jedem Bett hing ein gelber Friesennerz und eine gelbe PVC-Latzhose. Beides auf links gedreht, damit die Gummiseite nach innen zeigte. "Das scheint die einheitliche Schlafkleidung zu sein, " dachte Nicole und fragte sich, wann sie wohl endlich aus den Sachen rausdürfte und zum duschen gehen könnte.

Die Mädchen, die offensichtlich schon länger hier waren, begannen sich aus ihren immer noch dampfenden und nassgeschwitzten Schichten zu schälen. Ein furchtbar muffiger Geruch verbreitete sich in dem Raum. Und wieder ertappte sich Nicole dabei, dass ihr das eigentlich gar nicht so schlecht gefiel, die Mädchen in ihren interessanten Klamotten zu sehen: Viel Kunstleder gab es da, tolle Reitstiefel, dicke regensklamotten in den unterschiedlichsten Fraben. Die Mädchen begannen, sich ungeduscht für die Nacht die Latzhosen und Friesennerze anzuziehen und die Kapuzen zuzuschnüren. Nicole wurde fast geil bei dem Gefühl, die kalte Latzhose auf die nasse Haut anziehen zu müssen und den Nerz darüber ziehen zu müssen.

 "Toller Dresscode für die Nacht, das hätte ich bei Mutter auch haben können." Als sie gerade nach dem Friesennerz greifen wollte. Standen der Ausbilder und ihre Kollegin vom nachmittag vor ihr. "So ihr beiden. Ihr Wolltet doch die Kleidung wechseln!. Also bitte!" Wieder funkelten die Augen ihrer Kollegin böse. Nicole begann unwillkürlich erneut zu schwitzen bei dem gedanken, die fremden Klamotten anziehen zu müssen, und ihrer Kollegin ging es nicht anders.

Und als die beiden Frauen zögerten schrie der Große "Wird's bald?" Den beiden blieb nichts anderes übrig, sich voreinander auszuziehen. Eigentlich war es eine Wohltat aus dem Mantel, dem Kleppercape und dem Friesennerz rauszukommen und Nicole spürte seit dem Morgen zum ersten Mal wieder Luft auf der Haut. Aber die Aussicht, die Nacht in den verschwitzten Sachen ihrer Kameradin verbringen zu müssen, trieb ihr nicht nur das Wasser auf die Stirn sondern auch in ihre Augen. Wiederwillig betrachtete Sie den müffelnden und nassen Kleidungsberg der nun vor ihr lag. Ihre Kameradin war offensichtlich eine Freundin von Lederklamotten, denn der Haufen bestand hauptsächlich aus Teilen von  Vinyl und Kunstleder.

 Genauso angewiedert starrte ihre Kameradin die Klepper - und Gummiteile Nicoles an. Nicole begann, Teil für Teil anzuziehen. Als erstes eine PVC-Jeansjacke, die direkt auf der Haut zu tragen war. Sie stank ziemlich nach Schweiß und war feuchtwarm. Knopf für Knopf bis zum Hals schloss Nicole die Jacke, die sich immer enger an ihre Haut legte, darauf musste sie die triefende Lederhose ihrer Kameradin anziehen. Über die Vinyljacke kam eine weitere Jacke und darüber der gefütterte bodenlange Ledermantel, den Nicole am Nachmittag noch bewundert hatte.

 Das Teddyfell war pitschnass, warm und stank ebenfalls nach Schweiß. "Tempo und antreten!" bellte der Große. Nicole würgte es fast, als sie hastig den Reißverschluss des hohen Stehkragens schloss. Als letztes musste sie noch die Gummireitstiefel ihrer Kameradin anziehen. Ihre Vermutung, dass in den Stiefeln der Schweiß stehen müsste, war real. Die Stiefel waren eng und stanken nach Schweiß und Gummi. Der Schweiß stand bis über die Knöchel. Und in diese Brühe musste nun Nicole ihre Füße stecken. Ein ekliges Gefühl. "15 Minuten strammstahen zum Gewöhnen, dann so ins Bett!" lautete der Befehl.

Nicole nahm Haltung an, presste die Arme an ihren Körper und stand stramm. Der Kragen des Mantels reichte ihr bis unter die Nase. Da sie im Stillgestanden stand, konnte sie sich auch keine Erleichterung verschaffen und den Kragen irgendwie wegschieben. So musste sie den ganzen Mief, den ihre Kollegin den ganzen Nachmittag in der Hitze produziert hatte, einatmen. Sie kam sich vor wie in einer fremden Haut, einem feuchtheißen stinkenden Panzer, in dem sie genfangen war. So verpackt sollte sie nun in einem schwülheißen Schlafsaal ihre erste Nacht verbingen. Voller Angst, was sie am nächsten Tag erwartetete. Eine Angst, die nicht unbegründet war ...

Die Sonderbehandlung von daydream

2 Stunden standen sie da, die anderen schnarchten schon laut vor sich hin, als der Ausbilder wieder zurückkam. "So, Ihr könnt jetzt Eure Sachen ausziehen!" Als Nicole und ihre neue Freundin sich nackt ausgezogen hatten, bekamen beide einen KG gereicht. Nicole verdrehte die Augen. "Was soll das denn für ein Ding sein?"

"Das ist ein Keuschheitsgürtel, das ist der Anfang der Sonderbehandlung, die Ihr beide jetzt bekommt und an Deiner Stelle, meine Liebe, würde ich jetzt machen, was man Dir sagt und nicht schon wieder widersprechen, sonst wirst nicht nur Du bestraft, sondern auch Deine Freundin!"

Nicole zog ihren KG widerwillig an, er wurde verschlossen, danach musste sie einen Regenoverall anziehen, darüber kam eine Regenlatzhose und ein Nerz. Danach musste sie noch Gummistiefel anziehen und konnte dann endlich in ihr Bett fallen, um gleich danach einzuschlafen und schön zu träumen.

Am nächsten Morgen gegen 6:00 Uhr wurden sie durch die Trillerpfeife des Ausbilders geweckt.
"Aufstehen, Ihr faules Pack und Antreten zum Frühsport!"

Was? Frühsport? dachte sich Nicole und schien sich verhört zu haben, in diesen Klamotten, die waren doch nicht ganz richtig im Kopf. Nicole blieb in ihrem Bett liegen und verdrehte die Augen, aber nicht lange, ihre Leidensgenossin zog sie aus dem Bett "Los, nun mach schon hin, ich hab wegen Dir schon genug Probleme!". "Na was ist denn los ihr beiden, wird's bald?" Schon wieder stand der Ausbilder hinter ihnen und gab den beiden noch eine mit der Reitgerte hinten drauf, um sie anzutreiben.

Die beiden wurden in eine Sonderabteilung des Camps verlegt, wo besonders störrische Mädchen einer besonderen Behandlung unterzogen wurden. Hier warteten schon andere Mädchen, die ebenfalls so angezogen waren, wie Nicole und Anette, wie ihre "Freundin" hieß. Als alle Mädchen angetreten waren, verlas der Ausbilder das Tagesprogramm.
Zuerst waren 800m Dauerlauf angesagt, dann einige Turnübungen, danach würde es gegen 8.00 Uhr Frühstück geben und dann gings zur Arbeit. Zwischendurch gegen 12.00 Uhr Mittagessen, danach wieder Arbeit und ab 17.00 Uhr wieder Turnübungen, danach ab 19.00 Uhr Abendessen und ab 20.00 Uhr Nachtruhe. So sollte es für alle die nächsten 2 Wochen weitergehen, für Nicole und Anette war noch eine 3. Woche vorgesehen. Das alles war mit ihren Müttern abgesprochen worden, die sie dann am Ende der Strafbehandlung wieder nach Hause mitnehmen sollten, so gekleidet, wie sie jetzt waren.

Ist ja kaum zu glauben, dachte Nicole bei sich, die reinste Folter ist das hier. Da müsste sich doch was drehen lassen. Mal sehen was sie arbeiten würden, vielleicht konnte sie flüchten. Nie und nimmer würde sie diese Behandlung 3 Wochen durchhalten. Und ihre Mutter würde sich was anhören müssen, egal was danach kam.

Nun ging es aber erst mal zum Dauerlauf, mit den ganzen Regenklamotten und den Gummistiefeln war das nicht so leicht und natürlich schwitzte man auch ordentlich, denn draußen war es nicht nur schon sehr warm, sondern auch sehr schwül. Das nächste Gewitter ließ schon auf sich warten. Selbstverständlich mussten die Kapuzen aufgesetzt und zugezogen werden, die Kordeln wurden mit mehreren Doppelknoten versehen und den Mädchen war bei Strafe verboten, daran rumzuspielen oder die Kapuze zu öffnen. "Strafe? Noch mehr?" dachte sich Nicole, was sollte es denn noch mehr geben, das war doch schon genug.

Nach dem Dauerlauf mussten sie im Entengang 30 Runden auf dem Hof laufen, danach mussten sie Liegestütze und Kniebeugen machen. Puh, war das ein Stress, der Schweiß lief ihnen übers Gesicht und der ganze Körper schwamm und zu dem PVC-Geruch gesellte sich der Gestank nach Schweiß.

Nach dem Frühstück wurden sie zur Arbeit eingeteilt aber vorher kam noch eine kleine Überaschung auf die Mädchen zu, eine unangenehme Überaschung für Nicole, die ihre Fluchtpläne gehörig durcheinander wirbeln sollte. Zuerst durfte sie die Kapuze öffnen, dann musste sie eine Gasmaske aufsetzen, darüber kam wieder die Kapuze und wurde wieder zugezogen und genauso verschnürt, wie vorher, aber dann bekamen sie noch Ketten angelegt.

Eine Hals-, Hand-, Fuß-Kombination und als ob das nicht genug wäre, noch eine Kette um den Bauch, mit Anette geschah das Gleiche, zum Schluss noch eine 3m lange Verbindungskette zwischen Nicole und Anette, die die Bauchketten der beiden miteinander verband. Sie bekamen den Auftrag, den Hof zu fegen und der war riesig. Bis zum Abend sollten sie damit fertig sein, sonst würden sie die Nacht im Freien, in einem Käfig verbringen müssen, der schon mitten auf dem Hof aufgestellt worden war.

"Los, ans Werk und wehe, wenn Ihr bis heute Abend nicht fertig seid!" Der Ausbilder zog den beiden noch was mit der Reitgerte drüber. Sie fingen an, zu fegen, zwischendurch sah die Ausbilderin nach den beiden, um immer wieder über die angeblich schlampige Arbeit zu meckern und noch weitere Strafmaßnahmen anzudrohen.
Mit den schweren Fesseln war es eine Plackerei und dazu noch in den Regenklamotten und der Gasmaske, das Atmen fiel schwer und die Hitze besorgte den Rest. Nicole wünschte sich wieder so ein Regenwetter, wie am Tag vorher, dann müssten sie sicher auch nicht mehr fegen.

Sie fegten viele kleine Häufchen zusammen, die von anderen Mädchen auf Schubkarren geschaufelt und dann weggefahren wurden, es waren immer Zweiergruppen, genauso ausgestattet, wie Nicole und Anette.

Mittags ging es dann zum Essen, vorher wurden ihnen die Fesseln und die Gasmaske abgenommen, was eine große Erleichterung darstellte.

Nach dem Essen wurden bekamen sie wieder Gasmaske und Fesseln verpasst, jetzt mussten sie Steine schleppen. Natursteine für eine Mauer, die von anderen Mädchen gebaut werden sollte.
Natürlich war auch das extrem anstrengend für die beiden und sie konnten sich nicht vorstellen, was nach der Arbeit noch für Turnübungen auf sie zukommen sollten, schon jetzt waren sie völlig ausgepumpt.

17.00 Uhr, Arbeitsschluss, die Fesseln und die Gasmaske durften endlich abgenommen werden, nur die Kapuze kam wieder drüber und wurde zugezogen. Der Ausbilder lobte die Mädchen für ihre gute Arbeit. Jetzt folgten noch ähnliche Turnübungen wie am Morgen. Nicole konnte nicht mehr und warf sich auf den Boden. Auch Anette war völlig fertig und tat es ihr gleich.

"Wollt Ihr wohl aufstehen, faules Pack? Und ich dachte schon, ich könnte Euch mal loben, aber das war wohl nichts!" Die Ausbilderin versetzte den beiden einen Tritt in den Hintern. "Los, hoch, ich habe eine Überaschung für Euch." Nicole und Anette standen widerwillig auf und folgten lustlos der Ausbilderin auf den Hof. Es ging zum Käfig und ehe die beiden eingesperrt wurden, durften sie wieder die Gasmaske und ihre "geliebten" Fesseln anlegen. Der Käfig war mit 2x2x2 Metern recht geräumig und bot genügend Platz für die zwei. Die Tür wurde verschlossen und die Ausbilderin verschwand ins Hauptgebäude. Jetzt konnten sie sich endich ausruhen, und es war ihnen egal, dass sie die Nacht im Käfig verbringen würden.

"Wir müssen hier weg!", begann Nicole zu sprechen.

"Wie stellst Du Dir das vor?" antwortete Anette.

"Morgen, wenn wir wieder arbeiten müssen, könnten wir es versuchen, wir gehen zur Polizei und sagen denen, was sie hier mit uns machen, in unserem Aufzug dürfte es ein Leichtes sein, sie zu überzeugen."

"Na ich weiß ja nicht, mit den Fesseln ist es nicht so einfach, zu flüchten und wer weiß, was wir morgen schönes machen dürfen, vielleicht lassen die uns auch garnicht hier raus, was dann?"

"Irgendwann wird es schon noch klappen, ich habe keine Lust, 3 Wochen hier zu verbringen."

"Ich auch nicht, und all das hab ich nur Dir zu verdanken, hättest Du gestern die Klappe gehalten und gemacht, was man Dir sagt, dann könnten wir jetzt mit den anderen im Schlafsaal liegen und von dort ließe es sich viel leichter türmen."

"Ja, ja, ok, Du hast ja recht, war dumm von mir, aber mich verwirrt das alles. Wie konnte mir meine Mutter das nur antun?"

"Weil es Dein Fetisch war? Du bist hier, damit es Dir für alle Zeiten ausgetrieben wird, so rumzulaufen."

"Ja, scheint so."

"Achtung, da kommt die Ausbilderin!"

Die Ausbilderin brachte den beiden ihr Abendessen in zwei Hundenäpfen. Sie mussten ans Gitter kommen und es wurden ihnen die Halseisen und danach die Gasmasken abgenommen, dann mussten sie wie Hunde, also ohne Benutzung der Hände ihr Abendessen zu sich nehmen.

"Schön gemacht, Ihr werdet die nächsten 3 Tage in diesem Käfig verbringen, danach geht's wieder mit den anderen zur Arbeit, gute Nacht Ihr beiden Dreckschlampen!"
Nach dieser Ansprache, wurden ihnen wieder Gasmaske, Kapuze drüber und die Halseisen angelegt und dann wurden sie in Ruhe gelassen.

3 Tage - sie mussten zwar nicht arbeiten aber 3 Tage in diesem Zwinger und dann noch essen wie die Tiere und wer weiß, was sie dann arbeiten sollten. Wenigstens konnte sie sich unterhalten, zumindest, so lange kein Ausbilder in der Nähe war, obwohl es durch die Gasmasken immer etwas schwierig war, den anderen zu verstehen.

Über den Köpfen von Nicole und Anette braute sich ein Unwetter zusammen, aus der Ferne war schon Donnergrollen zu hören und Anette machte sich Gedanken darüber, was wohl passieren würde, wenn das Gewitter hierherzog. Schließlich war der Käfig aus Metall, wenn hier der Blitz einschlug... sie saßen schließlich auf dem Metallboden, da würde auch das Prinzip des faradayschen Käfigs nichts nützen.

Auch den Ausbildern war das nicht entgangen.

"Du, wir müssen die reinholen, bevor was passiert."

"Meinst Du?"

"Was ist, wenn das Gewitter hier her kommt und der Blitz in den Käfig einschlägt? Dieses Risiko möchte ich nicht eingehen. Wir könnten sie doch in den Bunker stecken, das ist auch Strafe genug für ihr aufsässiges Verhalten."

"Aber der Abschreckungseffekt ist niedriger, wenn sie keiner der anderen da unten sieht, schließlich sollen sie als Exempel dienen für eventuell andere Aufsässige."

"Diese Nacht stecken wir sie aber in den Bunker, sicher ist sicher."

"OK, ist vielleicht besser so, mal sehen, warten wir die Wettervorhersage ab, wenn es geht, kommen sie ab morgen aber wieder in den Käfig."

Die Ausbilder gingen raus und holten die beiden aus dem Käfig und steckten sie in den Keller, jede in eine extra Zelle, dort wurden sie angekettet.

Nun war Nicole wieder allein und fragte sich, ob sie wieder in den Käfig kam oder die nächsten 3 Tage allein in der Zelle verbringen müsste. Hier war es jetzt stockdunkel, die Zelle war ca. 3m lang und 2m breit und völlig kahl. Nicole lag auf dem Boden und war mit einer zusätzlichen ca. 2m langen Kette, die unterhalb des Fensters befestigt war, am Halseisen angekettet worden.

Das Gewitter kam tatsächlich näher. Was für ein Unwetter, es rummste und schüttete, man konnte glauben, der Weltuntergang wäre gekommen, selbst die dunklen Zellen, in denen Nicole und Anette jetzt saßen, wurden von den Blitzen kurz erhellt. Den Ausbildern war jetzt klar, dass sie das Richtige getan hatten. Noch bevor das Gewitter zuende war, schliefen Nicole und ihre Freundin ein. Am nächsten Morgen wachten sie auf, als ihnen von den Ausbildern ihr Frühstück gebracht wurde, es war eine Pampe aus Brötchen und Milch, die ihnen in Fressnäpfen serviert wurde und die sie wieder in der altbewährten Art und Weise zu sich nehmen mussten.

Die Ausbilder gingen wieder ins Dienstzimmer zurück und schalteten das Radio ein, für die nächsten Tage waren weiterhin schwere Gewitter angesagt, damit war klar, dass Nicole und Anette weiter im Keller bleiben mussten.

Hier saßen beide im Halbdunkel, es war viel langweiliger als im Käfig, dort konnten sie wenigstens den anderen bei der Arbeit zusehen oder sich unterhalten, sofern keiner der Ausbilder in der Nähe war. Aber hier unten war Ödnis angesagt, also legte Nicole sich hin und schlief etwas. Was wohl Anette jetzt tat?

Anette saß in ihrer Zelle, sah sich um und war am verzweifeln. Wie lange sollte sie hier unten bleiben? Wann würde man sie wieder herauslassen? Im Käfig ging es ja noch, da waren nur die Gitterstäbe um sie herum und sie saßen im Freien aber hier unten, eingesperrt und auch noch angekettet in dieser kleinen Zelle überfiel sie die Angst, die Platzangst. Sie fing an, an der Kette zu zerren, mit der sie an der Zellenwand angekettet war, sie konnte zerren wie sie wollte, der Anker gab nicht nach. Sie fing an zu schreien und toben, "Raus, ich will hier raus!!!", rannte gegen die Wand und schlug ihren Kopf gegen die Wand, sie war tollwütig und merkte nicht, wie zwei Ausbilder die Tür aufschlossen und in die Zelle kamen.

"Ruhe, was soll denn das werden, nun hör schon auf, beruhige Dich!!!" Die Ausbilder versuchten sie festzuhalten aber Anette tobte, trotz ihrer Ketten.

"Das hat keinen Zweck, wir müssen sie hier raus bringen, hoch ins Krankenzimmer, die dreht uns hier noch durch."

Die Ausbilder schleiften die tobende Anette aus der Zelle, inzwischen waren noch 2 andere Ausbilder hinzugekommen und versuchten Anette zu bändigen. Sie nahmen ihr die Ketten ab und zogen sie aus, wenig später kam der Arzt des Camps und gab ihr eine Beruhigungsspritze. Wenig später lag sie fixiert auf der Krankenstation. Der Arzt hatte Bettruhe verordnet, für 1 Woche, danach wollte man entscheiden, ob man sie nach Hause entließ oder ob man sie noch eine Woche dabehalten sollte.
Von alledem hatte Nicole nichts mitbekommen, sie schlief noch immer wie ein Murmeltier, im Gegensatz zu Anette machte es ihr nichts aus, im Keller zu sein, ganz im Gegenteil, hier war es weniger heiß, als draußen und sie schwitzte nicht so.

Etwa um die Mittagszeit öffnete sich wieder die Tür und zwei der Ausbilder kamen herein.
"Willst Du wieder hoch, zu den anderen?"

Die Frage kam überraschend, Nicole sah die beiden ungläubig an, zögernd nickte sie und wurde daraufhin abgekettet und kam wieder zu den anderen Mädchen der Strafabteilung, die in einer Baracke untergebracht waren. Die Ketten wurden komplett abgenommen, nur die Klamotten durften nicht ausgezogen werden, bis auf die Gasmaske. Für Nicole war das eine Erleichterung, endlich kam wieder etwas Luft ans Gesicht, es war auch nicht mehr so schwül wie am Vortag und so war es ganz angenehm, wieder oben zu sein. Nur Anette war nicht zu sehen. Als die Ausbilder gegangen waren, sprach sie eins er Mädchen an.

"Wo ist Anette?"

"Das weißt Du wohl nicht? Die ist durchgedreht und liegt jetzt auf der Krankenstation. Und alles nur wegen Dir!"

"Wieso, ich war auch im Keller, in der gleichen Situation. Kann man sie besuchen?"

"Wegen Dir ist sie ja erst in den Keller gekommen, Anette kann enge Räume nicht ausstehen. An Deiner Stelle würde ich mich an die Regeln halten, Du stürzt uns alle noch ins Unglück. Und besuchen, haha, was glaubst Du eigentlich wo Du hier bist?"

Nicole war geschockt über diese abweisende Art, in kurzer Zeit hatte sie sich unbeliebt gemacht. Sie begann schon wieder über ihre Flucht aus dem Camp nachzudenken als die Tür aufging und ihr Name gerufen wurde.

"Nicole-Carina Bäumer, mitkommen!"

Nicole ging hinter der Ausbilderin her, sie gingen ins Hauptgebäude, die Treppe herauf und weiter ins Obergeschoss. Hier sah es aus, wie in einem Krankenhaus,  und das war es auch in gewisser Weise, hier befand sich nämlich die Krankenstation. Die Ausbilderin schloss eins der Zimmer auf, im Zimmer stand ein Bett, in dem lag Anette, inzwischen wieder bei Bewusstsein und lächelte sie an. Sie war mit einem Segufix ans Bett angegurtet, das schien sie aber nicht wirklich zu stören.

"Ihr habt eine halbe Stunde, dann komme ich wieder und hole Dich ab!"

Die Ausbilderin schloss die Tür, Nicole hörte, wie sie abgeschlossen wurde.

"Hallo wie geht's?"

"Den Umständen entsprechend. Ich hab mich gewundert, wie ich hierher gekommen bin, hab von alledem nichts mitbekommen, angeblich bin ich voll durchgedreht."

"Ja, das sagte mir eines der Mädchen unten in der Baracke. Die haben einen Hass auf mich, weil ich an allem, was mit Dir passiert ist, schuld sein soll."

"Ja, das stimmt doch auch in gewisser Weise. Aber ich habe Dir schon verziehen, wenn alles gut geht, komme ich am Ende der Woche hier raus, der Doktor hat sich für mich eingesetzt, er meint, diese Umerziehung hier ist nichts für mich, da ich psychisch zu labil sei."

"Wie lange warst Du denn schon hier, als ich gekommen bin?"

"Schon 4 Wochen. Insgesamt sollte ich 8 Wochen bleiben, wegen guter Führung wollte man mir aber 2 Wochen erlassen bis Du dann gekommen bist und es mir versaut hast. Du sollst angeblich noch länger hier bleiben, als Deine Mutter es für Dich vorgesehen hat, wegen Deiner störrischen Art."

Nicole war geschockt. Noch länger? Sie musste hier weg, so schnell wie möglich.

"Und jetzt, die Fixierung stört Dich nicht?"

"Doch schon aber die haben mir ein Beruhigungsmittel gegeben, das macht es erträglicher und außerdem muss ja nur noch eine Woche hierbleiben, dann komme ich endlich hier raus."

"Du hast es gut, wer weiß was sie mit mir noch alles anstellen hier."

Nicole ging ans Fenster, von hier aus konnte man den gesamten Kasernenhof überblicken, hinter der Kaserne war ein Wäldchen und zwischen dem Hof und dem Wäldchen war kein Zaun zu sehen. Das musste der Fluchtweg sein. Jetzt musste sie nur noch überlegen, wie sie es anstellen musste, unbemerkt von hier wegzukommen..

"Woran denkst Du jetzt?" fragte Anette.

"An zu Hause, ich möchte weg von hier."

"Na dann, viel Glück, so gegen 22.00 Uhr kannst Du es versuchen, dann ist nur noch eine einzige Wache übrig, die sich um das gesamte Gelände kümmern muss."

"Tja, hoffentlich schließen sie die Baracke nicht ab und dann muss ich mich ja noch wegschleichen, ohne das eine von den anderen es bemerkt, die verpfeifen mich bestimmt, wenn sie mitbekommen, was ich vor habe."

"Du musst auf die Toilette gehen, das sind ein Paar Bretter lose, vielleicht kannst du da rauskommen, in dem Du unter die Baracke kriechst."

"Danke, Anette, Du riskierst viel, wenn Du mir diese Tipps gibst."

"Schon ok, schließlich hab ich Dir meine vorzeitige Entlassung zu verdanken", sie lachte.

Die halbe Stunde war rum und die Ausbilderin kam zurück, um Nicole abzuholen. Wortlos folgte sie ihr wieder runter in die Baracke.

Eine Stunde später wurde sie erneut aufgerufen. Wieder folgte sie der Ausbilderin ins Hauptgebäude. Diesmal jedoch gingen sie in den Keller. Nicole ahnte Schlimmes. Hatte jemand mitgehört, als sie sich mit Anette unterhielt und was von ihren Fluchtplänen erfahren?
Die Ausbilderin schloss einen Raum auf, der sich als Waschraum mit Dusche entpuppte.

"Ausziehen!"

Nicole trennte sich von ihren inzwischen nach allen möglichen stinkenden Klamotten und wunderte sich nur, was das werden sollte. Danach musste sie sich duschen, dann bekam sie eine Windel und darüber eine Gummihose um und da drüber musste sie dann wieder einen Overall, eine Latzhose und eine Jacke ziehen, alles aus PVC. Als sie damit fertig war, musste sie die Kapuze ebenfalls wieder drüberziehen. Und dann gab es eine Überaschung, die Ausbilderin kam mit einem glasklaren Anzug, ebenfalls aus PVC, dieser Anzug mit einer Materialstärke von bestimmt 5mm hatte Füßlinge und Fäustlinge. Hinter den Fäustlingen und am Hals waren Stahlseile eingearbeitet, auf dem Rücken befand sich ein Reißverschluss. Nachdem Nicole in diesen ungewöhnlichen Anzug eingestiegen war, wurde er auf dem Rücken verschlossen. In den Fäustlingen musste sie eine Faust machen, dann wurden dort die Stahlseile zugezogen und mit Vorhängeschlössern verschlossen, das Gleiche geschah am Hals, wo zusätzlich der Reißverschluss mit einem Vorhängeschloss gesichert wurde. Sie erfuhr, dass es sich hierbei um einen "Erziehungsanzug" handelte. Oh Mann, wieder war es Essig mit der Flucht, da sie ihre Hände nicht mehr gebrauchen konnte und wie sollte sie sich jetzt gegen die Anfeindungen der anderen Mädchen wehren?

Sie musste versuchen, einen anderen Schlafplatz zu bekommen.

"Darf ich sprechen?"

"Du sprichst doch schon! Was ist?"

"Mit diesem Anzug kann ich mich doch überhaupt nicht wehren, wenn die anderen auf mich los gehen."

"Tja meine Liebe, das hast Du Dir selbst zuzuschreiben, aber ich mache Dir einen Vorschlag: Du bleibst in diesem Anzug die nächsten 3 Tage im Keller, in der Zelle, in der Du schon mal warst und wirst erst dann wieder, in den üblichen Klamotten, zu den anderen verlegt."

Wieder in die Zelle, mmmh, aus der Flucht würde wieder nichts werden aber wenigstens wäre sie vor den anderen Mädchen sicher.

"OK, ich gehe wieder in die Zelle. Wie lange muss ich denn überhaupt noch hierbleiben?"

"Das hängt von Dir ab und wie Du Dich führst, wir haben Deiner Mutter gesagt, dass Du für einen wirklichen Erziehungserfolg noch mind. 6 Wochen hier bleiben müsstest. Du bist immer noch zu störrisch und aufsässig, hast ein zu loses Mundwerk und bist viel zu impulsiv, da bleibt noch viel zu tun. Deine Mutter hat einer 12-Wöchigen Erziehung zugestimmt , die hat bisher noch bei jeder angeschlagen, die hier bei uns abgeliefert wurde.

12 WOCHEN????

Nicole bekam weiche Knie und sackten zusammen, sie bekam noch gerade so mit, wie sie von der Ausbilderin aufgefangen wurde und verlor dann das Bewusstsein.

Als sie wieder aufwachte, war alles um sie herum weiß und hell, sie lag auf der Krankenstation, zusammen mit Anette in einem Zimmer. Die stand an ihrem Bett, bekleidet mit nur einem Nachthemd. Um die Taille trug sie eine Fesselgürtel, an dem ihre Hände in breiten, gut gepolsterten Lederschnallen gefesselt waren an den Füßen trug sie ebenfalls breite Lederfesseln. Nicole lag gut fixiert in ihrem Bett und konnte nur etwas lächeln, sonst nichts, das Beruhigungsmittel wirkte viel zu gut.

Nach etwa einer Stunde kam der Doc ins Zimmer, führte einen kurzen Plausch mit Anette zu ihrem Befinden und kam dann zu Nicole ans Bett. Die war immer noch nicht ganz da und lallte nur ein bischen, als sie vom Doc angesprochen wurde.

"Ich hol Dich hier raus, Nicole, genauso wie Anette, es dauert nicht mehr lange.  Was die hier machen, ist Irrsinn."

Nicole lächelte, das waren schöne Aussichten, endlich von hier weg zu kommen.

Noch am selben Tag ging der Doktor zur Direktorin des Umerziehungslagers um für Nicole ein gutes Wort einzulegen. Doch die spielte nicht mit. Anette dürfe gehen, das war ausgemacht aber diese Nicole nicht. Die müsse noch mind. 4 Wochen bleiben. Sie stimmte aber zu, dass sie diese Zeit auf der Krankenstation verbringen dürfe, zumindest Nachts. Tagsüber müsse sie sich nützlich machen und wurde zur Arbeit in der Küche und in der Hausreinigung eingeteilt.

Naja, besser als nichts, besser jedenfalls, als 12 Wochen. Zu Nicole sagte der Doktor vorerst aber nichts, erst einmal sollte sie sich von dem vorherigen Schock erholen und dann würde er ihr langsam diese etwas schlechtere Nachricht näher bringen.

Die Woche ging rum, es war Zeit sich von Anette zu verabschieden, die nun endlich nach Hause durfte. Ihre Mutter war gekommen, um sie abzuholen und hatte dafür normale Klamotten mitgebracht. Anette kam zu Nicole ans Bett, vorher waren Nicoles Hände gelöst worden, damit sie sich richtig verabschieden konnte. Schluchzend lagen sie sich in den Armen, Anette wünschte ihr alles Gute, winkte ihr noch ein letztes Mal zu bevor sie das Zimmer verließ. Dann war es still. Nicole sah zum Fenster heraus, zu dem Wäldchen herüber, durch das sie mal flüchten wollte und hoffte, dass der Doktor was für sie erreichen konnte und sie diesen schrecklichen Ort endlich verlassen könne.

Der kam dann auch am Nachmittag vorbei, und hoffte, dass sie nun bereit wäre, die Wahrheit zu erfahren.

"Hallo Nicole, ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für Dich!"

"Zuerst die gute!"

"OK, Du musst keine 12 Wochen mehr hierbleiben und brauchst nicht mehr in die Strafabteilung zurück."

"Mmmh, das heißt Sie konnten mich hier doch nicht rausholen, jedenfalls nicht innerhalb dieser oder der nächsten Woche?"

"Ja, so sieht es aus, Du wirst die Nächte und die Wochenenden auf der Krankenstation verbringen. An den Wochenenden eingeschlossen und die Nächte über fixiert. Dafür wirst Du auf ein besser gesichertes Zimmer verlegt. An den Wochentagen wirst Du tagsüber in der Küche als Küchenhilfe und in der Hausreinigung arbeiten. Mehr war nicht zu machen, die Direktorin hat nicht mitgespielt. Die wollen Dich immer noch umerziehen und das war wohl schon der beste Kompromiss."

"Und wie lange muss ich noch hierbleiben?"

"Mind. 4 Wochen, maximal wohl 8 Wochen, irgendwas dazwischen, genau hat sie sich nicht ausgedrückt, es hängt wohl davon ab, wie Du Dich führst und ob Du Dir noch zusätzliche Strafen einhandelst."

Nicole liefen die Tränen, sie hatte sich mehr erhofft.

"Mindestens noch 4 Wochen, da geht doch die Schule wieder los, wie soll das gehen?"

"Du wirst hier beschult, zumindest in den Grundfächern, an 2 Tagen in der Wochen für jeweils 4 Stunden, in der übrigen Zeit musst Du arbeiten."

Das war erstmal zuviel für Nicole, still weinte sie weiter vor sich hin und war nicht mehr ansprechbar. Der Doktor machte sich Sorgen, jetzt überlegte er selber, wie er Nicole hier rausholen könnte. Sie würde, wenn sie weiter hier drin bliebe, psychische Schäden zurückbehalten, da war er sich sicher. In einer Woche, am Wochenende, würde die Direktorin nicht im Hause sein und auch einige andere Ausbilder und Wachen waren an diesem Wochenende nicht im Hause, beste Möglichkeiten also für eine Flucht.

Abends dann kamen einige Pfleger, machten Nicole los und verlegten sie auf das andere Zimmer, es war ein bischen kleiner, nur mit einem Bett und einem Schrank ausgestattet und hatte ein großes aber vergittertes Fenster. Die Tür machte auch einen stabileren Eindruck. Nicole bekam noch so einen Fesselgürtel um, wie sie ihn bei Anette gesehen hatte und Fußfesseln. Dazu trug sie einen Pflegeoverall und darunter eine Windel mit einer Windelhose. Es war jetzt Freitag, das Wochenende über würde sie hier auf dem Zimmer verbringen müssen und am Montag ging dann die Arbeit los, erst 3 Wochen als Küchenhilfe und dann wohl nochmal die gleiche Zeit als Putze in der Hausreinigung. Dabei würde sie wieder PVC- und Gummiklamotten tragen müssen und schlimmstenfalls noch Fesseln.

Das Wochenende verlief weitestgehend ereignislos. Der Doc sah ab und zu nach ihr, verriet ihr aber nichts von seinen Plänen. Innerlich war er mit sich im Konflikt, schließlich plante er, seinen Arbeitgeber zu hintergehen, leicht würde es nicht werden, schließlich musste er allen Verdacht von sich weisen können.

Montag früh, 6.00 Uhr, wecken. Nicole war völlig verschlafen, sie war so frühes Aufstehen nicht mehr gewöhnt. Sanft wurde sie aus ihren Träumen geholt, das Pflegepersonal gab sich wirklich alle Mühe, sensibilisiert vom Doktor.

Als nächstes musste sie aus ihrem Pflegeoverall raus, danach Windeln wechseln, dann essen und danach bekam sie ihre "Arbeitsklamotten". Es war ein schwarzer Gummioverall, mit angegossenen Handschuhen und Füßlingen, Reißverschluss auf dem Rücken, über den Kopf bekam sie wieder eine Gasmaske mit Atembeutel und zum Schluss wurde ihr noch eine Hals-Hand-Fußfessel angelegt. Wieder so eine Kombination, wie sie sie schon mal tragen musste. So fertig gemacht wurde sie durch die Kantine und die Küche, die sich ebenfalls im Obergeschoss befanden in einen weiß gefliesten, fensterlosen Raum geführt und dort angekettet. Hier sollte sie nun alles ankommende Geschirr spülen, dazu Töpfe und Pfannen und Besteck. Und das kam reichlich und musste auch recht schnell wieder fertig sein. Das Lager hatte 200 Insassen, dazu kamen Ausbilder und Wächter, es wurde Frühstück, Mittag- und Abendessen serviert und zwischendurch nahm das Personal auch noch den einen oder anderen Snack zu sich. Nicole war aber nicht allein, sie teilte sich den Arbeitsplatz noch mit zwei anderen Mädchen, die genauso, wie sie selbst maskiert waren. Damit sie nicht miteinander sprechen konnten, war in der Gasmaske ein durchatembarer Knebel eingearbeitet. Nicole fiel auf, dass ihre Kette länger war, als die der beiden anderen.

Es ging los, ein Band brachte unaufhörlich Geschirr und Besteck, dass gespült werden musste, dann musste es auf ein anderes Band gestellt werden, wo es durch einen Trockner gefahren wurde und von dort aus zur Essensausgabe zurück. Da sich auf dem Geschirr auch noch Essensreste befanden, mussten die vorher noch in einen Kübel entsorgt werden, der alle Paar Stunden entleert werden musste. Bei Arbeitsschluss musste die Spülküche dann noch von den Dreien gereinigt werden. Soweit, so ereignislos.

Nicole empfand diese Arbeit noch schlimmer, als den Hof zu putzen oder Natursteine zu schleppen. Mehrmals plagte sie der Würgereiz angesichts der Essensreste und des verdreckten Spülwassers. Dann war sie auch noch dafür ausgewählt worden, alle 2 Stunden die Kübel mit den Essensresten zu leeren und sie würde diese Aufgabe auch weiter ausführen müssen, die ganzen 3 Wochen, in denen sie in der Küche spülen musste. Sie empfand es als Schikane, diese ganze Arbeit, diese Klamotten, die sie tragen musste und natürlich die Ketten. Alles verstärkte nur ihren Hass auf die Direktorin und auf dieses Camp und sie wollte nur noch eins - raus hier. Aber wie anstellen, tagsüber war sie hier angekettet und nach Arbeitsschluss in ihr Zimmer eingesperrt und zusätzlich über Nacht fixiert. Eine Flucht schien unmöglich.

So ging das die ganze Woche. Zum Essen wurden sie von ihren Arbeitsplätzen losgekettet und in eine anderen Raum gebracht und kurz von ihren Masken und den Halseisen befreit. Sprechen durften sie aber nicht, darüber wachte eine Aufseherin, die auch ab und zu während der Arbeit nach dem Rechten sah, die Drei antrieb und mit Schlägen traktierte.

Nicole musste auch am Samstag arbeiten aber nur bis 14.00 Uhr, dann war Arbeitsschluss, das Geschirr von Samstag abend und Sonntag früh stapelte sich dann wieder am Montag in der Spülküche.

Nachdem sie wieder auf die Krankenstation war, wurden wie üblich die Klamotten und die Windeln gewechselt, sie bekam wieder ihren Pflegeoverall an, jedoch keine weiteren Fesseln, sie wunderte sich. Nach dem Abendessen saß sie auf ihrem Bett und sah zum Fenster raus. Die Tür ging auf und ein Pfleger kam herein. Nur einer? Sonst kamen doch immer 4, damit sie beim Fixieren auch ja keine Chance hatte, sich zu wehren und diesmal kam nur einer? Er trug ein Bündel unter dem Arm und legte es auf Nicoles Bett.
"So hier, das sind normale Klamotten, die ziehst Du jetzt an, hier hast Du noch ein Schlüsselbund und dann mach' hin, dass Du von hier weg kommst. Ich mache Dir noch den Pflegeoverall auf und alles andere kannst Du dann allein. Klar?"

"Was, was... was soll das? Soll das eine Falle sein?"

"Na hör mal, Du willst doch von hier weg oder nicht?"

"Ja schon aber..."

"Du wunderst Dich? Ich hab den Laden hier genauso satt, wie Du! Und da dachte ich mir, hilfst du einer, der es genauso geht, bevor du dich verdrückst. Nun mach schon hin, Du hast nicht ewig Zeit, gleich ist Schichtwechsel."

"Wie willst Du denn die Wachen austricksen, die sehen doch nach, ob alle in ihren Zimmern sind."

"Das ist ganz einfach, Du fixierst mich jetzt. Keine Angst, ich befreie mich dann wieder und einen Schlüssel für das Zimmer habe ich auch. Ich komme schon noch rechtzeitig hier weg."

Der Pfleger machte ihren Pflegeoverall auf, Nicole zog sich aus, ließ die Windel aber an und machte das Bündel auf, was da zum Vorschein kam, erschreckte sie etwas. Es war eine Art Kittel, ein Kopftuch, ein Paar Wolltrümpfe, eine alte Strumpfhose und alte abgelatschte Schuhe.

"Was ist das denn?"

"Nun zieh schon an, damit siehst Du aus, wie eine der Vertragsputzen, die hier im Haus arbeiten und die werden nicht kontrolliert, damit kommst Du unbemerkt von hier weg."

"Oh Mann, na gut, weils nicht anders geht!"

Nicole zog die Sachen drüber, der Kittel war ziemlich weit und verdeckte die Windel gut, das Kopftuch war schön groß, damit verhüllte sie sich bis zur Unkenntlichkeit. Nachdem sie fertig angezogen war, fixierte sie den Pfleger, ließ seine Arme jedoch locker, damit er auch wieder rauskam und deckte ihn zu, dann schlich sie sich aus dem Zimmer. Draußen stand schon der Putzwagen mit allen Utensilien. Sie nahm den Wagen und schob ihn über den Flur Richtung Abstellkammer. In der Abstellkammer hing noch eine Regenjacke. Sie stockte kurz. War das die Jacke einer der Reinigungskräfte? Die Versuchung war groß zuzugreifen, denn trotz der Torturen der letzten Wochen, konnte sie nicht davon lassen. Draußen regnete es in Strömen, da eine Putze wohl kaum mit dem Regenschirm kam, schnappte sie sich die Jacke, zog sie an und machte sich auf den Weg zum Haupteingang.

Es waren auffallen wenig Wachen und Ausbilder zu sehen, in der Ferne sah sie eine Patroullie, es war ein Ausbilder mit einem Hund. Draußen stand ein Fahrrad, angelehnt an der Wand. Sie stieg auf und fuhr gemächlich Richtung Tor, es musste so aussehen, also ob die Fahrradfahrerin schon etwas älter war, sie durfte nicht so hetzen, obwohl ihr das Herz bis zum Hals schlug. Aber der Ausbilder mit dem Hund war weit weg und so passierte sie das Haupttor, ohne jemandem zu begegnen und jubelte innerlich.

Bis nach Hause waren es noch 16km und sie hatte noch den ganzen Abend und die ganze Nacht vor sich.

Eine halbe Stunde war sie schon gefahren und war sich nicht sicher, ob es die richtige Richtung war, hier war sie noch nie vorher gewesen und hatte deshalb etwas Orientierungsschwierigkeiten. Hoffentlich traf sie Niemanden aus dem Lager, z.B. einen der Ausbilder oder den Doktor. Das Kopftuch hatte sie inzwischen abgenommen, weil es die Sicht doch stark behinderte und da der Regen aufgehört hatte, hatte sie auch die Kapuze der Regenjacke nicht mehr auf.

Von hinten nährte sich ein Wagen. Als er auf Nicoles Höhe war, hörte sie wie der Wagen langsamer wurde, das Fenster wurde heruntergelassen und sie hörte eine bekannte Stimme sagen: "Du fährst in die falsche Richtung, hier geht's nicht nach Hause."

Nicole erschrak und trat stärker in die Pedale. Es war sinnlos, einem Auto konnte sie nicht entkommen, die Straße führte über einen kleinen Hügel hinter dem des dann stark abschüssig wurde. Nicole trat wie von Sinnen in die Pedale und wurde immer schneller. In ihrer Aufregung achtete sie nicht mehr auf den Weg, rutschte aus und stürzte. Um sie wurde es dunkle Nacht.

Als sie wieder aufwachte, war es hell um sie herum, sie lag in einem weiß gefliesten fensterlosen Raum gut fixiert in einem Bett, das genau in der Mitte des Raumes stand. Eine Tür sah sie nicht, sie musste sich in ihrem Rücken befinden. Panik stieg in ihr auf. War sie wieder im Camp? Diesen Raum kannte sie noch nicht, wahrscheinlich war sie im Keller der Kaserne. Diesmal würde sie eine Abreibung bekommen, die sich gewaschen hatte.

Kurze Zeit später ging die Tür auf und eine Person betrat das Zimmer und kam um das Bett herum. Es war eine der Pfegerinnen, die Nicole von der Krankenstation kannte.

"Na meine Kleine, was sollte denn das werden?"

"Bin ich wieder... ich bin doch nicht wieder..."

"Doch, doch, Du bist wieder zurück im Lager. Hast Du wirklich geglaubt, Du würdest entkommen können? Der Pfleger, der Dich entkommen ließ, sitzt jetzt selber im Bunker und sieht seiner Bestrafung entgegen und Du wirst erstmal wieder gesund. Hast Dich ganz schon verletzt bei Deinem Sturz. Und dann kommst Du wieder in die Strafabteilung und kannst noch mind. 12 Wochen absitzen. Die Direktorin war vielleicht wütend, wegen Deiner Flucht, Du hast Dir alles versaut, Dummerchen."

12 Wochen, mindestens 12 Wochen, oh mein Gott, was hatte Nicole da nur getan. Wieder liefen die Tränen über ihr Gesicht, sie dachte an Anette, daran das sie draußen war und sie immer noch gefangen in diesem schrecklichen Camp. Ihre Mutter hatte sie anscheinend hier vergessen. Wehe, wenn Nicole wieder zu Hause war, dann...

Aber erstmal musste sie wieder gesund werden. Der ganze Körper tat weh. Gebrochen hatte sie sich anscheinend nichts nur der Kopf dröhnte fürchterlich, scheinbar war sie mit ihm auf der Straße aufgeprallt. Es musste ja auch so sein, schließlich wusste sie nicht, wie sie hierher gekommen war. Demnächst würde sich wohl auch die Direktorin hier sehen lassen, jedenfalls wurde es ihr schon angekündigt. Sie würde ihr eine Predigt halten und ihr Strafmaß verkünden. Gesehen hatte Nicole die Direktorin noch nicht und wahrscheinlich war sie froh, wenn sie wieder das Zimmer verließ.

Einige Tage später, Nicole konnte schon wieder etwas im Zimmer herumlaufen, ging die Tür auf und die Pflegerin kam herein.
In der Hand hielt sie eine Zwangsjacke, die sie anziehen musste, danach wurden ihr noch Lederfesseln an den Füßen angelegt. Dann durfte sie sich auf ihr Bett setzen. Als das geschehen war, betrat eine Frau mittleren Alters den Raum, die Haare streng nach hinten gekämmt. Sie trug eine Art Uniform und auf der Nase hatte sie ein Hornbrille mit dicken Gläsern. Sie wurde als Direktorin vorgestellt und kam Nicole irgendwie bekannt vor.

"So meine Liebe! Es kommt selten vor, dass ich einem Zögling mal persönlich begegne, wenn das jedoch geschieht, dann hat es meistens nichts Gutes zu bedeuten. Für den Zögling versteht sich! Was müssen wir uns eigentlich noch alles einfallen lassen, damit Du zur Vernunft kommst, Liebes?"

Nicole wollte antworten, wurde aber abgeschnitten.

"Wolltest Du jetzt was sagen? Halt den Mund! Hast Du immer noch nicht begriffen, wo Du Dich hier befindest? Nicht nur, dass Du unseren Anweisungen nicht Folge leistest, ungefragt redest und Befehle verweigerst, Du besitzt auch noch die Frechheit, zu flüchten. Aber damit ist jetzt Schluss! Jetzt werden andere Saiten aufgezogen, die Sonderbehandlung war anscheinend nicht ausreichend - naja, sie war ja auch zu kurz. Das haben wir dem Doktor zu verdanken, aber mit dem werde ich auch noch fertig! Du wirst jetzt noch 2 Wochen hier bleiben, bis Du wieder voll bei Kräften bist, in dieser Zeit wirst Du das Zimmer nicht verlassen. Danach kommst Du in den Bunker und zwar für 4 Wochen, Tag und Nacht in der Zelle, im Erziehungsanzug und angekettet und danach geht's zurück in die Strafabteilung und dort bleibst Du dann noch weitere 12 Wochen und nur wenn Du Dich gut führst, darfst Du nach dieser Zeit nach Hause, sonst können wir diese Zeit noch unendlich ausdehnen, Du wärst nicht die Erste, die wir für 1 Jahr und länger hier behalten! Alles vestanden? Ich will nur ein Nicken von Dir, nichts weiter und wage es Dir nicht, in meiner Gegenwart zu heulen!"

Nicole nickte.

"Sehr gut, ich hoffe, wir begegnen uns nicht noch einmal und wenn doch, dann bedeutet es für Dich lebenslänglich!"

Die Direktorin verließ das Zimmer, die Tür wurde zugeschlossen, Nicole blieb allein zurück...

Nach einer Weile kam die Pflegerin wieder und nahm ihr die Zwangsjacke ab, dann musste sie sich wieder ins Bett legen und wurde fixiert. Den Rest des Tages blieb das so. Außer dieser Pfegerin sah sie sonst Niemanden. Das kam ihr komisch vor. Keine Ausbilderin, keinen der Aufseher, nicht mal den Doktor, der sich sonst immer um sie gekümmert hatte, nur diese Pflegerin und sonst absolute Stille, nichts zu hören. Selbst, als sie im Keller in der Zelle gewesen war, hatte sie hin und wieder Geräusche vom Flur oder vom Hof gehört aber hier war nichts, einfach nichts, zu hören.

Nach 2 Wochen waren die Wunden ihres Sturzes verheilt und ihr Aufenthalt in diesem unbekannten Raum neigte sich langsam dem Ende zu. Mit Schrecken dachte sie an die sich nun anschließende Haft und an die 12 Wochen danach, wo sie wieder der Sonderbehandlung unterzogen werden sollte, damit nun endlich ein anständiger Mensch aus ihr würde.

In der ganzen Zeit hatte sie nur ein und dieselbe Pflegerin gesehen, die ihr nun, an einem Freitagabend, dem letzten vor Beginn des neuen Schuljahres, eine Tasse Tee brachte.
Nicole trank den Tee aus, bisher hatte sie nur einen undefinierbaren Brei und Milch bekommen, und wollte noch mehr von dem Tee, als sich eine lähmende Müdigkeit bemerkbar machte. Bleischwer sank sie auf ihr Bett und fiel in einen tiefen traumlosen Schlaf.

 

Von Fern war ein Geräusch zu hören, ein Rasseln, irgendwie blechern. Schon klar, das mussten Ketten sein oder das Schloss der Zellentür, bestimmt bekam sie jetzt was zu essen. Nicole tastete ihren Körper ab, sie trug wieder Regenklamotten und wohl auch diesen Erziehungsanzug, jedenfalls konnte sie die Hände nicht öffnen, denn die waren zur Faust geballt und von PVC umschlossen, auch konnte sie eine Windel an ihrem Körper spüren. Offenbar hatte man sie betäubt, damit sie bei der Verlegung in den Bunker keine Probleme machte.

Das rasselnde Geräusch kam näher, Nicole öffnete die Augen und... das konnte nicht wahr sein. Wie war sie denn hierher gekommen? Sie machte die Augen wieder zu und wieder auf. Sah an sich herunter, drehte ihren Kopf in alle Richtungen.

Sie lag in ihrem Zimmer, zu Hause, auf ihrem Bett, trug den Erziehungsanzug und darunter die Regenklamotten aus dem Lager. Schon wieder schwitzte sie, es war heiß in ihrem Zimmer. Sie fragte sich immer noch, wie sie wieder hier her gekommen war. War alles nur eine Täuschung gewesen? Konnte es aber nicht, denn sie trug ja diesen Erziehungsanzug.

Auf ihrem Nachtschrank rasselte der Wecker. Nicole schaffte es irgendwie, ihn zum Schweigen zu  bringen, als die Tür aufging.

Die Direktorin betrat das Zimmer...

"Ahhhh!!!!" entfuhr es Nicole.

"Schön ruhig meine Kleine! Du wurdest auf Bewährung entlassen, in die fürsorglichen Hände Deiner Mutter, unter einer Bedingung. Du trägst jetzt an jedem Wochenende, bis Weihnachten diese Klamotten und den Anzug darüber und hast darüber hinaus bis auf weiteres Hausarrest."

Das waren ja gute Nachrichten, einerseits wieder zu Hause, andererseits auch weiterhin dieser Regenklamottenterror und dazu Hausarrest. Komisch, es erregte sie, wenn sie daran dachte. Mutter wollte ihr doch abgewöhnen, diese Klamotten zu tragen aber jetzt würde sie sie jedes Wochenende wieder tragen dürfen...

ENDE

 

 

Danach:

Es klopfte an der Tür. "Herein!" Die Tür ging auf und herein kam Anette.

"Hallo Nicole, schön Dich zu sehen!" Das war vielleicht eine Überaschung, sie fielen sich in die Arme, Nicole drückte Anette so gut das in dem Anzug ging und erzählte von ihrer Begegnung mit der Direktorin. Anette stutzte. "Das ist doch so ein ganz altes Mütterchen und nicht so groß, wie Du sie geschildert hast, das kann unmöglich die Direktorin gewesen sein, die Du da getroffen hast."

"Aber sie war doch eben noch hier, Du müsstest Ihr begegnet sein."

"Neee, da war keine Direktorin und warum sollte sie ausgerechnet hierher kommen, da stimmt was nicht."

Nicole erzählte von ihrer Flucht und von den Erlebnissen danach, auch von der einen Pflegerin, die sie die ganze Zeit betreut hatte. Sie hatte sie vorher schon einmal auf der Krankenstation gesehen.

"Das war keine Pflegerin, sondern die Frau vom Doktor, die hat ab und zu mal ausgeholfen, sonst arbeitet sie nicht da."

Es wurde immer mysteriöser. Eine Direktorin, die keine war. Eine falsche Pflegerin. Irgendwas war hier ganz oberfaul. An den Sturz mit dem Fahrrad konnte sie sich kaum noch erinnern, Gedächtnisverlust, nur noch an die Stimme des Autofahrers. Die Stimme des Autofahrers....

Das war doch... der Doktor!!!

Hatte er sie etwa befreit? War das alles inzeniert, um sie darüber hinweg zu täuschen? Und warum das alles?

"Der Doktor muss mich befreit haben und dann hat er mich in seinem Haus wieder gesund gepflegt und hat mir vorgespielt, ich sei noch im Camp. So muss es gewesen sein."

"Stimmt, Nicole!"

In der Tür stand der Doktor und neben ihm seine Frau, die "Direktorin" und ihre Mutter.

"Wir mussten so tun als ob, damit Du nicht mitbekommst, was wirklich gespielt wird und nichts unüberlegtes tust, Du bist ja so impulsiv. Darf ich Dir meine Schwester vorstellen?" er zeigte auf die Direktorin, die machte ihre Haare auf und lachte. "Wir würden Deiner Mutter aber trotzdem empfehlen, die Sonderbehandlung noch etwas weiterzuführen, aber nicht, um Dich zu heilen, das ist sowieso sinnlos, sondern weil es Dir doch offenbar Spaß macht, diese Sachen zu tragen."

Seine Schwester lachte. Sie hatten Nicoles Mutter davon überzeugt, dass es keinen Sinn hätte, sie von ihrem Fetish abzubringen. Nicoles Mutter hatte es eingesehen, meinte aber, dass, wenn sie diese Kleidung schon tragen wolle, sie das unter ihrer Kontrolle tun müsse und nur sie entscheiden würde, wann sie die Sachen wieder ausziehen könne, da kam ihr der Erziehungsanzug gerade recht, aus dem kam Nicole nicht alleine raus.

Anette hatte sich das die ganze Zeit angesehen und war ganz neidisch geworden.

"Ich möchte auch so einen Anzug und die übrigen Klamotten dazu!"

"Kein Problem!" sagte der Doktor und verschwand, kurze Zeit später stand er wieder in der Tür und hatte alles dabei. Anette zog sich aus, bekam eine Windel um und zog dann die Klamotten an, zuletzt wurde auch sie in einen Erziehungsanzug "gesteckt". Sie ließ sich auf Nicoles Bett fallen und lachte laut. Nicoles Mutter, der Doktor und dessen Schwester verließen das Zimmer.

Diese Prozedur wiederholte sich nun jedes Wochenende.
 

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